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Nikkei, Topix & Co. Zins-Ausblick der Fed gefällt Anlegern in Japan nicht

Der Nikkei-Index verlor am Donnerstag im Handelsverlauf 1,7 Prozent und notierte zwischenzeitlich so tief wie zuletzt Ende März.

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Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel. Quelle: AP

Tokio Der Zinsausblick der US-Notenbank hat auch die Aktienmärkte in Japan belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor am Donnerstag im Verlauf 1,7 Prozent auf 20.631 Punkte. Zwischenzeitlich war er auf unter 20.600 Zähler abgesackt, den tiefsten Stand seit Ende März. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,4 Prozent auf 1534 Stellen nach.

Die US-Notenbank hatte am Mittwoch die Zinsen wie erwartet erneut angehoben und zudem durchblicken lassen, 2019 nur noch mit zwei statt der bislang drei anvisierten weiteren Erhöhungen zu rechnen. Experten sorgen sich aber, dass selbst das zu viel sein könnte angesichts eines möglichen weiteren US-Wirtschaftsabschwungs im Gefolge des Handelsstreits zwischen den USA und China, einer abflauenden Wirkung der US-Steuersenkungen und sich verschärfender Finanzierungsbedingungen für Unternehmen.

An der Wall Street waren die Kurse nach der Fed-Erklärung auf Talfahrt gegangen. Der Dow-Jones-Index verlor 1,5 Prozent, die Nasdaq 2,2 Prozent.

Im Gegensatz zu den amerikanischen Währungshütern, die den Leitzins auf 2,25 bis 2,50 Prozent anhoben, hält die japanische Zentralbank angesichts der weiter niedrigen Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Die Bank of Japan (BoJ) verkündete ihren Entschluss am Donnerstag nach zweitägigen Beratungen. Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen, Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben.

Unter den Einzelwerten in Japan standen vor allem Technologiewerte auf den Verkaufszetteln. Sie wurden von den fallenden Kursen der Branche in den USA mit nach unten gezogen. So gaben Panasonic 2,9 Prozent nach, Fanuc 2,8 Prozent und Tokyo Electron 2,2 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,1380 Dollar bewertet und kostete damit etwas mehr als im späten New Yorker Handel.

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