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Öl Ölpreise legen wieder zu

Trotz der anhaltend schwierigen Lage erholen sich die Ölpreise am Dienstagmorgen. Brent und WTI steigen um mehr als 80 Prozent.

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Brent & Co.: Preis für Nordsee-Rohöl auf Höchststand seit September Quelle: dpa

In der Nacht auf Dienstag sind die Ölpreise gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 33,97 US-Dollar und damit 91 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI mit Lieferung im Mai stieg um 79 Cent auf 26,87 Dollar.

Die Verluste vom Wochenauftakt konnten damit jedoch noch nicht aufgeholt werden. Der Ölpreis war im Zuge der stockenden Entwicklung im Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland abgerutscht.

Der Ölmarkt wird zur Zeit durch einen Doppelschock belastet. Neben dem massiven Nachfrageausfall infolge der Corona-Epidemie, liefern sich führende Ölnationen seit März einen Preiskrieg. Ein für Montag geplantes Treffen von Ölförderländern, die sich in der sogenannten „Opec plus“ zusammengeschlossen haben, war auf Donnerstag verschoben worden. Ein Treffen der Energie-Minister der G20-Gruppe unter Vorsitz von Saudi-Arabien könnte am Freitag stattfinden.

Derweil gehen die informellen Gespräche auf diplomatischer Ebene weiter: Ein wirksames Abkommen zur Förderkürzung müsste laut Ansicht von Marktbeobachtern Saudi-Arabien, Russland und die USA mit einschließen.

„Sie kürzen bereits und sie kürzen sehr signifikant“, gab US-Präsident Donald Trump am Montag in einer Pressekonferenz zu verstehen. „Ich glaube das passiert ganz automatisch.“ Darauf angesprochen, ob sich die USA auf eine Vereinbarung im Rahmen der Opec einlassen werden sagte Trump: „Niemand hat mich gefragt, wenn sie mich fragen, werde ich eine Entscheidung fällen. Ich werde Sie es am Donnerstagabend wissen lassen.“

Trotz der anhaltend schwierigen Lage hatten sich die Ölpreise in der vergangenen Woche ein wenig erholt. Aussagen von Trump, die Hoffnung auf eine Einigung der Opec plus und eine Kürzung der weltweiten Fördermengen andeuteten, hatten den Ölpreisen Auftrieb verliehen. Während der Brent-Preis zwischenzeitlich bis an die Marke von 35 Dollar vorrücken konnte, kostete US-Öl vor den jüngsten Verlusten mehr als 29 Dollar.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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