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Öl Ölpreise leicht gesunken – Angebotsüberschuss erwartet

Die Risiken des anhaltenden Nachfrageschocks im Zuge der Coronavirus-Krise belasten die Ölmärkte. Auch beim Preiskrieg gibt es keine Entspannung.

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Brent & Co.: Preis für Nordsee-Rohöl auf Höchststand seit September Quelle: dpa

Die Ölpreise haben am Donnerstag leicht nachgegeben, nachdem die jüngste Erholung am Vortag bereits an Schwung verloren hatte. Trotz des US-Konjunkturpakets im Umfang von zwei Billionen Dollar wurden die Risiken des anhaltenden Nachfrageschocks im Zuge der Coronavirus-Krise von den Marktteilnehmern zuletzt als gewichtiger eingestuft.

Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 27,25 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI sank um 30 Cent auf 24,19 Dollar.

Am US-Ölmarkt zeigte man sich wegen des wachsenden Angebotsüberschusses weiter besorgt. Es gibt die Erwartungen, dass die Lagerbestände an Rohöl in den nächsten Wochen und Monaten stark anschwellen werden.

Keine Entspannung gab es auch beim Preiskrieg zwischen der OPEC-Führungsnation Saudi-Arabien und Russland. Das Analysehaus BCA Research erwartet jedoch eine Wiederauflage der sogenannten OPEC+ Absprache, bevor mangelnde Lagerkapazitäten den Ölpreis weiter abstürzen lassen. Eine Einigung in der Opec+, einem Zusammenschluss von Opec-Staaten und anderen Förderländern, könnte für eine deutlichen Normalisierung am Ölmarkt sorgen. BCA-Experten schätzen aber auch den Anteil der Virus-Krise am Ölpreis-Absturz auf etwa 65 Prozent.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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