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Öl Ölpreise nach Talfahrt ohne klare Richtung

Die starken Verluste am Ölmarkt haben sich am Montag zunächst nicht weiter fortgesetzt. Die Preise für die US-Sorte WTI haben sich etwas erholt.

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Brent & Co.: Preis für Nordsee-Rohöl auf Höchststand seit September Quelle: dpa

Die Ölpreise haben sich am Montagmorgen nach der jüngsten Talfahrt uneinheitlich gezeigt. Zuvor hatten eine steigende Fördermenge in Russland und Verzögerungen beim US-Hilfspaket für die Wirtschaft sowie verhärtete Fronten im Preiskrieg führender Ölförderländer die Preise stark belastet. Für kurze Zeit war der US-Ölpreis unter die Marke von 20 Dollar je Barrel gefallen.

Allerdings setzten sich die starken Verluste am Ölmarkt nun nicht weiter fort. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 26,32 US-Dollar. Das waren nur 66 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für US-Öl erholte sich etwas. Ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI kostete zuletzt 22,84 Dollar und damit sogar 21 Cent mehr als am Freitag.

An den Finanzmärkten verunsicherte zu Beginn der Woche ein politischer Streit in den USA um ein Hilfsprogramm für die Wirtschaft und zog nach Einschätzung von Marktbeobachtern zunächst auch die Ölpreise mit nach unten. Im US-Senat konnten sich die Parteien zunächst nicht auf die Details eines billionenschweren Hilfspakets einigen. Die Verzögerungen führten an den asiatischen Aktienmärkten bereits zu schweren Kursverlusten. Auch die Aussichten für den Handelsstart in Europa waren zuletzt düster.

Aufgrund der zunächst ausbleibenden finanziellen Unterstützung in den USA und der verschärften Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern befürchten einige Händler bereits einen Einbruch der Nachfrage im Umfang von 10 bis 20 Millionen Barrel am Tag. Daneben sieht es auch im Preiskrieg zwischen Russland und Saudi Arabien nicht nach einer Entspannung aus. Am Freitag war bekannt geworden, dass Russland seine Fördermenge erneut ausweiten will.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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