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Öl Ölpreise setzen Erholung fort – WTI-Preis über 30 Dollar

Die Förderreduzierungen des Ölkartells Opec zusammen mit verbündeten Staaten zeigen Wirkung. Hinzu kommen unfreiwillige Kürzungen von Produzenten.

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Brent & Co.: Preis für Nordsee-Rohöl auf Höchststand seit September Quelle: dpa

Die Ölpreise haben ihre Erholung im asiatischen Handel am Dienstag fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 34,92 US-Dollar. Das waren elf Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 22 Cent auf 31,87 Dollar. Am Vortag hatten die Preise für Brent und WTI erstmals seit über einem Monat die Marken von 35 und 30 Dollar überwunden.

Die gute Stimmung an den Aktienbörsen setzte sich derweil an den asiatischen Handelsplätzen fort. Vor allem die Hoffnung auf einen möglichen Impfstoffkandidaten gegen die Lungenkrankheit Covid-19 trieb die Kurse an. Riskantere Anlageklassen wie Rohstoffe profitierten davon. Außerdem wurde das geringere Angebot an Rohöl genannt.

Unterstützung erhalten die Ölpreise neben der guten Börsenstimmung durch freiwillige wie unfreiwillige Angebotsreduzierungen. Zur ersten Kategorie zählen Produktionskürzungen des Ölkartells Opec und mit ihm verbündeter Staaten, die gemeinsam unter der Bezeichnung Opec+ firmieren. Diese Förderreduzierungen sind seit Anfang Mai gültig.

Hinzu kommen unfreiwillige Kürzungen von Produzenten, die ihre Produktion aus wirtschaftlichen Gründen zurückfahren. Dazu zählen insbesondere die US-Schieferölproduzenten, die gezwungenermaßen auf den erst unlängst gestoppten Sinkflug des Ölpreises reagierten haben. Viele Bohrlöcher sind mittlerweile geschlossen worden, weil sie unrentabel geworden sind. Laut Prognosen der US-Energiebehörde (EIA) wird die Schieferöl-Produktion im Juni auf den tiefsten Stand seit Ende 2018 fallen.

Auch die Nachfrage erholte sich zuletzt weiter, laut Marktbeobachtern lag der Verbrauch in China zuletzt wieder nah am Vorkrisen-Niveau. Trotz der auch in vielen westlichen Staaten vorangetriebenen Lockerungen im Zuge sinkender Corona-Neuinfektionszahlen bleiben die Risiken für die Erholung der Weltwirtschaft und damit der Rohölnachfrage bestehen.

Vor allem die erneut steigenden Spannungen zwischen den USA und China könnten die sich abzeichnende sachte Erholung der Nachfrage belasten. Daneben bleibt das Risiko weiterer Corona-Infektionswellen.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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