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Ölfonds Norwegens Staatsfonds erhält grünes Licht für Ölaktien-Verkauf

Der eine Billion Dollar schwere Fonds darf klimaschädliche Aktien im Wert von 5,9 Milliarden Dollar verkaufen. Der ursprünglicher Plan sah wesentlich mehr Volumen vor.

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Der neue Plan zur Veräußerung entstammt einem politischen Kompromiss. Quelle: dpa

Der norwegische Staatsfonds hat grünes Licht erhalten, Öl- und Gasaktien im Wert von 5,9 Milliarden Dollar zu verkaufen. Damit geht eine zweijährige Phase zu Ende, in der ein ursprünglicher Vorschlag, alle Erdölinvestments abzustoßen, letztlich abschwächt wurde. Nun steht nur noch eine moderate Veräußerung an.

Der 1 Billion Dollar schwere Fonds schockierte 2017 die Märkte, als er die Regierung um die Erlaubnis bat, derartige Aktien im Volumen von etwa 40 Milliarden Dollar zu verkaufen. Er argumentierte, dass eine Reduzierung des Engagements das Gesamtrisiko für Norwegen, den größten Erdölproduzenten Westeuropas, verringern würde. Dieser Plan wurde damals in einem politischen Kompromiss, der die größten Ölfirmen der Welt verschonte, stark verwässert.

Der endgültige Plan des Finanzministeriums, der am späten Dienstagabend in Oslo veröffentlicht wurde, sieht eine noch geringere Veräußerung vor als das von der Regierung im März auf rund 70 Milliarden Kronen (7,0 Milliarden Euro) veranschlagte Volumen.

Die Veräußerung wird nun wie erwartet Unternehmen einschließen, die vom Indexanbieter FTSE Russell als „Oil: Crude Producers“ klassifiziert werden. Die Anzahl der vom Fonds in dieser Kategorie gehaltenen Unternehmen belief sich Mitte September auf 95, was 0,8% der Fonds-Benchmark für Aktien entspricht. Die Veräußerung werde „im Laufe der Zeit schrittweise erfolgen“, kündigte die Regierung an.

Nach einer von FTSE Russell im Juli zur Verfügung gestellten Liste waren die größten Positionen des Fonds in dieser Kategorie Ende 2018 ConocoPhillips, EOG Resources Inc., Occidental Petroleum Corp. und CNOOC Ltd. Das Finanzministerium hat in der Mitteilung vom Dienstag keine aktualisierte Liste veröffentlicht.

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