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Onlinehändler Alibaba überlegt Zweitnotierung an Hongkonger Börse

Der chinesische Onlinehändler ist bereits an der Wall Street notiert. Nun könnte eine zweite Notierung in Hongkong folgen. Neu sind die Pläne allerdings nicht.

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Bereits 2014 hatte der Onlinehändler überlegt, an die Hongkonger Börse zu gehen, sich dann aber doch für die Wall Street entschieden. Quelle: Reuters

Hongkong Der chinesische Internethändler Alibaba erwägt Insidern zufolge nach dem größten Börsengang aller Zeiten an der Wall Street nun eine milliardenschwere Zweitnotierung in Hongkong. Dabei könnte Alibaba rund 20 Milliarden Dollar einnehmen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von drei mit dem Vorgang vertraute Personen erfuhr.

Der Technologieriese arbeite mit Finanzberatern an einem Emissionsangebot. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2019 könnte ein Antrag auf Börsennotierung in Hongkong gestellt werden, sagten die Insider. Ein Sprecher von Alibaba lehnte einen Kommentar ab. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg von dem Vorhaben berichtet.

Mit den Einnahmen aus der Zweitnotierung könne der Amazon-Rivale sein Konto kräftig auffüllen, hieß es. Die Gelder benötigt Alibaba, um weiterhin in neue Technologie zu investieren, da das Wachstum in China nachlässt und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre Technologieindustrie angesichts eines eskalierenden Handelskonflikts mit den USA stärken will.

Ursprünglich wollte Alibaba bereits 2014 in Hongkong an die Börse gehen, entschied sich dann aber doch für New York. Die Hongkonger Börse hat sich zum Ziel gesetzt, der Wall Street mehr Konkurrenz zu machen und attraktiver vor allem für asiatische Firmen zu werden. Beim Aktienmarktdebüt in New York hatte Alibaba damals rund 25 Milliarden Dollar eingenommen. Seitdem ist der Internetgigant kräftig gewachsen und ist mit einem Marktwert von mehr als 400 Milliarden Dollar inzwischen das größte börsennotierte chinesische Unternehmen.

Mehr: Der chinesische Onlinehändler Alibaba macht den Großteil seines Geschäfts in Asien. Nun will er seine Präsenz in Europa ausbauen. Welche Übernahmeobjekte für den Konzern interessant sind, lesen Sie hier.

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