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Panini-Rivale Topps geht durch Spac-Fusion an die Börse

Das US-Unternehmen will über die Fusion auf kurzem Weg an die Nasdaq. Topps wird bei dem Deal mit rund 1,3 Milliarden Dollar bewertet.

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Zuletzt gab es zunehmend Warnungen von Experten vor einer Spac-Blase. Quelle: AP

Der für seine Baseball-Sammelkarten, Fußball-Stickeralben und die Kaugummi-Marke Bazooka bekannte Topps-Konzern geht an die Börse. Das US-Unternehmen will über die Fusion mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company - kurz Spac - auf kurzem Wege durch die Hintertür an die Nasdaq, wie es am Dienstag in New York mitteilte. Topps wird bei dem Deal demnach mit rund 1,3 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) bewertet.

Der 1938 gegründete und von einer Investmentfirma des früheren Disney-Chefs Michael Eisner kontrollierte Konzern hat sich vor allem mit Sammelobjekten einen Namen gemacht. Der Panini-Rivale bietet Aufkleber und Tauschkarten diverser Sportligen an, aber auch aus etlichen Bereichen der Entertainment-Welt - etwa von Starwars oder Marvels Superhelden. Die Sammelbilder waren einst als Beilagen zum Bazooka-Kaugummi gedacht, das früher das Hauptprodukt von Topps war.

Angesichts des aktuellen Krypto-Hypes um Cyberwährungen wie Bitcoin und der damit verbundenen Blockchain-Technologie expandierte Topps zuletzt auch in den boomenden NFT-Markt für digitale Kunst- und Sammlerobjekte. NFT (non-fungible token) sind so etwas wie digitale Echtheitszertifikate, die mit einer Blockchain-Datenkette abgesichert werden. Topps steigerte seine Erlöse im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben um 23 Prozent auf 567 Millionen Dollar (479 Mio Euro).

Spacs - häufig als Blankoscheck-Firmen bezeichnet - sind zunächst nur leere Unternehmenshüllen. Sie listen ihre Aktien als Platzhalter, um später mit Firmen verschmolzen zu werden und diese so an die Börse zu holen. In den USA boomt das Geschäft gewaltig, 2021 wurden von solchen Finanzvehikeln laut dem Analysehaus Spac Research schon 97,3 Milliarden Dollar eingeworben - mehr als im gesamten Vorjahr. Zuletzt gab es zunehmend Warnungen von Experten vor einer Spac-Blase.

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