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Panne lässt Börse zusammenbrechen 70-Billionen-Dollar-Chaos in Stockholm

Und wieder hat eine technische Panne für Börsen-Chaos gesorgt: Eine Fehl-Order über 70 Billionen Dollar hat die Börse in Stockholm kollabieren lassen.

Die schwärzesten Börsentage aller Zeiten
Farbenprächtig blühende Tulpen im Erholungspark Britzer Garten in Berlin Quelle: dpa/dpaweb
Strände Neukaledoniens - hier «Kuto Bay» Quelle: dpa-tmn
Broker stehen am 25. Oktober 1929 in der New Yorker Boerse waehrend des Boersenkrachs, der die Weltwirtschaftskrise einleitete ('Schwarzer Freitag'). Quelle: AP
Blick auf das leere Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg. Wegen der Ölkrise wurde am 02.12.1973 zum zweiten Mal ein sonntägliches Fahrverbot verhängt Quelle: dpa
Hektisches Treiben in der Aktienbörse in Frankfurt (Hessen) Quelle: dpa
United Airlines planes arrive at Denver International Airport in Denver Quelle: REUTERS
 Boris Jelzin, links, neben Alexander Korschakow Quelle: AP

Ein gigantischer Fehlauftrag hat den Handel mit Index-Derivaten an der Stockholmer Börse einem Zeitungsbericht zufolge kollabieren lassen. Durch eine technische Panne habe eine Order im Wert von knapp 70 Billionen US-Dollar am Mittwoch Chaos verursacht, berichtete die schwedische Wirtschaftszeitung „Svenska Dagbladet Näringsliv“. Das Volumen entspreche dem 131-fachen des schwedischen Bruttoinlandsprodukts.

Bei dem Auftrag soll es sich um Derivate auf den schwedischen Aktienindex OMXS30 gehandelt haben. Insgesamt seien 4,3 Milliarden Futures im Wert von fast 460 Billionen schwedischen Kronen geordert worden, hieß es in dem Zeitungsbericht. Die Fehlersuche sei noch im Gange, wurde ein Sprecher der Börse zitiert. Der Handel wurde für mehrere Stunden ausgesetzt, nahm aber ab Donnerstagmorgen wieder seinen gewohnten Lauf.

Kuriose Börsenpannen

Der Vorfall dürfte einmal mehr Diskussionen um die technische Zuverlässigkeit der Börsen im Zeitalter des Hochfrequenzhandels auslösen. In diesem Jahr häuften sich die Pannen weltweit. Anfang Oktober war der indische Aktienmarkt nach einer Reihe fehlerhafter Aufträge vorübergehend im Chaos versunken. Allein im August hatte es binnen weniger Tage gleich drei große Handelsaussetzer in New York, Madrid und Tokio gegeben.

Die Pannen wecken Erinnerungen an den legendären „Flash-Crash“ im Mai 2010, als der US-Leitindex Dow Jones Industrial innerhalb weniger Minuten um fast 1000 Punkte eingebrochen war. 862 Milliarden Dollar an Börsenwert verschwanden kurzzeitig von der Bildfläche.

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