Peter Löw Aufsicht ermittelt gegen Finanzinvestor

Der bekannte Finanzinvestor Peter Löw soll in erheblichem Umfang gegen die Insiderregeln der Deutschen Börse verstoßen haben. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.

Peter Löw war einmal Chef von Arques. Heute ist er Finanzinvestor. Foto: Arques

Der bekannte Finanzinvestor Peter Löw soll in erheblichem Umfang gegen die Insiderregeln der Deutschen Börse verstoßen haben. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf der Zeitung vorliegende Dokumente.

Löw, Gründer von Unternehmen wie Blu-O und Miteigentümer der mittlerweile insolventen Nachrichtenagentur dapd, soll Verkäufe von Aktien der Firma Gigaset, deren Aufsichtsratmitglied er zum damaligen Zeitpunkt war, über zwei Jahre verschwiegen haben. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz müssen derartige "Directors Dealings" aber innerhalb von fünf Tagen öffentlich gemacht werden.

Löw soll Ende Juli 2011 Gigaset-Aktien im Wert von rund 1,3 Millionen Euro verkauft haben. Gemeldet habe er diesen Verkauf aber erst Anfang Dezember 2013. Anfragen bei Löw dazu blieben unbeantwortet. Die Finanzaufsicht Bafin habe Ermittlungen aufgenommen. Verstöße gegen die einschlägigen Vorschriften können mit Bußgeldern von bis zu einer Million Euro geahndet werden.

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