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Pirelli Reifenhersteller strebt zurück an die Börse

Pirelli wurde 2005 von China National Chemical übernommen. Nun will der Reifenhersteller offenbar das Comeback auf dem Börsenparkett wagen und Investoren 40 Prozent der Unternehmensanteile anbieten.

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Das Unternehmen ist vor allem für seine Formel-1-Reifen bekannt. Quelle: Reuters

Mailand Die Pläne für das Börsen-Comeback von Pirelli nehmen Formen an. Der weltweit fünftgrößte Reifenhersteller will Angaben vom Montag zufolge im Oktober Investoren 40 Prozent seiner Anteile anbieten. Eine Preisspanne nannte er zunächst nicht.

China National Chemical (ChemChina) hatte den Lieferanten der Reifen für die Formel-1-Rennwagen für sieben Milliarden Euro übernommen und 2015 von der Börse genommen. Anschließend trennte der chinesische Staatskonzern das Geschäft mit Industrie- und Lkw-Reifen ab. Pirelli konzentriert sich auf das ertragsstarke Geschäft mit Reifen für Premium-Autobauer wie Mercedes Benz, Audi und BMW.

ChemChina und der zweite Großaktionär, die Holding Camfin, haben sich den Angaben zufolge verpflichtet, nach dem Comeback an der Mailänder Börse mindestens ein Jahr lang keine weiteren Pirelli-Anteile zu verkaufen. Die Investmentgesellschaft LTI, der die restlichen Aktien gehören, erlegte sich eine Haltefrist von 180 Tagen auf.

Im ersten Halbjahr machte Pirelli einen Gewinn von 67,6 Millionen Euro und peilt bis 2020 ein jährliches Umsatzplus von durchschnittlich neun Prozent an. Das Unternehmen gehört zu den Urgesteinen der Mailänder Börse. Es feierte sein erstes Börsendebüt 1922 - im selben Jahr, in dem Benito Mussolini italienischer Ministerpräsident wurde.

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