Quartalsbilanz Trübe Aussichten für Dax-Aktien

Die Quartalszahlen der Dax-Werte konnten wenig überzeugen – und geben kaum Impulse.

Anleger vor mehrern Bildschirmen Quelle: dpa

Dass die Börse ein schlechtes Frühwarnsystem sei, wird oft behauptet, trifft aber nicht immer zu. Manchmal antizipiert der Aktienmarkt recht ordentlich, was Unternehmen an Zahlen und Ausblicken liefern werden. Dieses Jahr hat das bisher ganz gut funktioniert. Denn im Nachhinein zeigen die bisher vorgelegten Zahlen zum Sommerquartal gute Gründe für den Crash im August, von dem sich der Dax bisher nur wenig erholen konnte.

Richtig überzeugen konnten nur BMW, VW und SAP. Die Autobauer profitieren von einer Sonderkonjunktur, bei den Walldorfern greifen Investitionen der Vorjahre: Die Umsätze steigen, gleichzeitig hat man die Kosten voll im Griff. Folgerichtig dürften die Kurse des Trios auch bis Ende des Jahres weiter besser als der Markt laufen.

Ausblick trübt sich

Gebremste Geschäfte zeigen sich schon bei Zyklikern, also konjunkturabhängigen Aktien wie BASF; auch Spätzykliker Siemens trat nach Rekordzahlen für sein Geschäftsjahr (30. September) mit dem Ausblick auf die Bremse. Bei K+S zeigte sich nach der Prognosesenkung fürs Gesamtjahr, dass simple Anlegerrechnungen nach dem Motto: Mehr Bevölkerung, mehr Ackerbau gleich mehr Düngenachfrage nicht zu jeder Zeit aufgehen.

Ausnahmsweise einen ordentlichen Gewinn schafften die (Ex-)Monopolisten Deutsche Post und Telekom – das dritte Quartal für sich betrachtet. Bei der Post vielleicht nur ein Zufallsausrutscher nach oben; bei der Telekom ging der Gewinn hoch, weil die Tochter T-Mobile USA ihren Nettoertrag fast verdoppelte. Ohne die zum Verkauf stehende Tochter verloren die Bonner gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch 23 Prozent an Überschuss.

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