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Ranking Das sind die besten Aktien der Welt

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Ununterbrochenes Gewinnwachstum

Ryman betreibt 26 Senioren-Dörfer in Neuseeland mit insgesamt knapp 7.000 Plätzen; sechs weitere Grundstücke sind gekauft und werden erschlossen. Australien soll zusätzlich Schub bringen: Ryman betreibt ein erstes Dorf im Staat Victoria, wo der Anteil der relativ wohlhabenden älteren Bevölkerung höher ist als andernorts im Land. Ryman ist solide finanziert und zahlt jedes neue Dorf voll ab, statt die Hypotheken, wie viele Wettbewerber, ständig zu verlängern. Der Gewinn wächst seit 2001 ununterbrochen jedes Jahr um fünf Prozent oder mehr. Dies gelang in zehn Jahren nur fünf der 2.350 größten AGs weltweit. Aktionäre profitieren, die Dividende stieg seit 2002 von einem auf zwölf Cent.

Die Sieger nach Branchen III

Seadrill - Öl/ GB, Bermudas

Im Auftrag von Ölmultis bohrt Seadrill auf See nach Öl, unter anderem vor den Küsten Norwegens, Angolas, Brasiliens und Indonesiens. Das Unternehmen wurde 2005 vom norwegischen Reederei-Tycoon John Fredriksen gegründet und noch im selben Jahr an die Börse gebracht. Geführt wird Seadrill inzwischen von London aus; der Firmensitz ist auf den Bermudas. Seadrill zahlt – wie viele norwegische Ölbohrer – einen großen Teil der freien Cash-Flows an seine Aktionäre aus. Die Dividende pro Quartal stieg seit 2010 von 68 Cent auf einen Dollar je Aktie, sie trug laut BCG-Analyse üppige zehn Prozentpunkte zum jährlichen Gesamtertrag der Aktie (50 Prozent) bei. Nachdem der Ölpreis wegen der neuen Schiefergasförderung in den USA kaum noch stieg, könnte er wieder anziehen, getrieben durch politische Krisen und wieder erstarkender Nachfrage Chinas. Das wäre gut für Seadrill, die dann stärker ausgelastet wären und höhere Preise durchsetzen können. Risiko: Tiefseebohren ist technisches Neuland; Unfälle wie im Golf von Mexiko 2010 könnten der Aktie schaden.

Teck - Rohstoffe/ Kanada

Rohstoffwerte haben an der Börse nach dem jahrelangem Boom zuletzt schwer gelitten. Fallende Preise für so gut wie alle Rohstoffe haben selbst Schwergewichte wie Xstrata oder BHP Billiton in Mitleidenschaft gezogen. Die kanadische Teck bildete keine Ausnahme. Vor allem der Preisverfall von metallurgischer Kohle (zur Stahlerzeugung), die bei Teck 40 Prozent des Umsatzes ausmacht, hat sich negativ ausgewirkt. Die Aktie hat sich seit 2011 halbiert. Dabei konnte Teck die Umsätze relativ stabil halten (minus zehn Prozent) und schrieb in keinem Jahr rote Zahlen. Teck ist zudem kein reiner Kohleförderer wie Console oder Peabody, sondern auch ein großer Produzent von Zink und Kupfer.

Welche Rendite die Dax-Aktien liefern
Dividendenrendite sinktFast 9800 Punkte Mitte Januar: Über die vergangenen zwölf Monate ist der Dax zu neuer Höchstform aufgelaufen. Doch kaum eines der großen deutschen Unternehmen wird die Dividende je Aktie im gleichen Maß anheben, wie die Kurse angezogen sind. Nach Berechnungen der Commerzbank (Stichtag 20.1.2014) ist die Dividendenrendite, das Verhältnis von der Ausschüttung je Aktie zum Kurs, im Dax flächendeckend gesunken. Und mit K+S, Eon oder RWE liegen gerade solche Unternehmen vorn, deren Kurse sich weniger berauschend entwickelt haben. Die Dividende dagegen schwankt nicht so stark, sie kann gleich bleiben oder nur leicht zurückgehen. Quelle: dpa
Platz 1: Munich ReAktionäre des größten weltweiten Rückversicherers können sich freuen: Voraussichtlich wird kein anderer Dax-Konzern 2014 relativ zum Aktienkurs mehr ausschütten. Zum 20.1. errechnet die Commerzbank eine Dividendenrendite von 4,59 Prozent. Damit kommen Anteilseigner jedoch schlechter weg als noch vor einem Jahr. Damals betrug das Verhältnis von Dividende zu Kurs mehr als fünf Prozent. Grund: Munich Re könnte laut Studie mit 7,25 Euro nur 25 Cent mehr ausschütten als noch 2013. Das wäre ein geringer Anstieg angesichts satter Kursgewinne (+12 Prozent) im vergangenen Jahr. Quelle: dpa
Platz 2: EonDividendenrenditen von mehr als sieben Prozent wie im vergangenen Jahr kann auch der Energieversorger Eon seinen Aktionären nicht mehr liefern. Atomausstieg und Erneuerbares Energiegesetz (EEG) hat dem Versorger zugesetzt. Nach einem Gewinneinbruch von mehr als 50 Prozent, schaffte der Aktienkurs auf Jahressicht lediglich ein Plus von 1,76 Prozent. Laut Commerzbank könnte Eon daher die Dividende von 1,10 Euro auf 60 Cent kürzen. Dennoch bietet das Unternehmen Aktionären im Dax-Vergleich mit 4,39 Prozent Rendite noch den zweitgrößten Ertrag im Verhältnis zum Aktienkurs. Quelle: dpa
Platz 3: K+SWegen politischer Querelen zwischen Russland und Weißrussland hat der Aktienkurs des Düngemittel-Herstellers im vergangenen Jahr eine rasante Talfahrt durchgemacht. Als die beiden Großkonzerne Uralkali (Russland) und Belaruskali (Weißrussland) ihr Kartell beendeten und damit einen Preisverfall auf dem Markt für Düngemittel auslösten, riss es auch die K+S-Aktie nach unten. In den vergangenen zwölf Monaten büßten K+S-Papiere rund 33 Prozent ein. Die Dividende allerdings könnte weniger stark nachgeben: die Commerzbank rechnet mit Kürzungen von 40 Cent je Aktie – oder 28 Prozent. Dann würde die Dividendenrendite insgesamt nicht fallen, sondern im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht anziehen, von vier auf 4,07 Prozent. Quelle: dpa
Platz 4: Deutsche TelekomAktionäre der Deutschen Telekom können über 3,98 Prozent Dividendenrendite freuen, schätzt die Commerzbank. Das wäre das viertbeste Verhältnis zwischen Ausschüttung je Aktie und Kurs. Die meisten dürfte das dennoch enttäuschen: im Vorjahr konnten Anteilseigner noch 8,14 Prozent Dividendenrendite einstreichen. Grund für den starken Rückgang: Während die Telekom ihre Dividende je Aktie laut Commerzbank für 2014 von 70 auf 50 Cent sogar senken könnte, war der Aktienkurs binnen eines Jahres um 42,6 Prozent gestiegen. Quelle: dpa
Platz 5: AllianzAuch die Allianz hat mit geschätzten 3,95 Prozent eine niedrigere Dividendenrendite vorzuweisen als im vergangenen Jahr (4,29 Prozent). Trifft die Einschätzung zu, würde das Verhältnis zwischen Dividende und Aktienkurs etwa auf dem Stand von 2007 liegen. Der Aktienkurs des Versicherers ist um rund 19,5 Prozent gestiegen. Bei der absoluten Dividende erwarten die Analysten der Commerzbank einen Anstieg von 4,5 Euro auf 5,25 Euro je Aktie. Quelle: dpa
Platz 6: RWEMit RWE findet sich ein weiterer Versorger unter den Dax-Konzernen mit der höchsten Dividendenrendite. Sie soll für das Jahr 2013 bei 3,71 Prozent liegen und ist damit rund 2,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Wie Eon und EnBW hatte auch RWE mit der Energiewende und den daraus entstehenden Verlusten zu kämpfen. Die Commerzbank erwartet, dass der Versorger seinen Anlegern einen Euro pro Aktie statt zwei Euro wie im vergangenen Jahr zahlt. Der Kurs der RWE-Aktie hat im vergangenen Jahr rund 4,1 Prozent verloren. Quelle: dpa

Teck hat im Vergleich zur Konkurrenz günstige Produktionskosten, vor allem bei Zink. Sollten die Rohstoffpreise anziehen, stiege der Gewinn schneller als bei Wettbewerbern, die Aktie bietet einen Hebel auf steigende Metallpreise. Je länger die Niedrigpreisphase anhält, desto mehr Minen werden schwächere Konkurrenten außerdem stilllegen müssen; Teck könnte dadurch Marktanteile gewinnen.

Dass die Metallpreise unten bleiben, ist unwahrscheinlich. Schließlich dürfte nach Überwinden der aktuellen Schwäche der Schwellenländer, die vor allem vom Abfluss westlichen Kapitals initiiert ist, der Trend zur Urbanisierung und damit der Bauboom weitergehen. Die Investmentbank Macquarie schätzt, dass es 12 bis 18 Monate dauern wird, bis Überkapazitäten abgebaut sind. So lange sollten interessierte Anleger aber nicht warten; Turn-Around-Aktien wie Teck drehen in der Regel vorher.

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