Rating in Gefahr Moody's erhöht Druck auf die USA

Die Ratingagentur Moody's gibt nach dem Scheitern des überparteilichen Defizit-Ausschusses in den USA einen Warnschuss ab: Sollten die Politiker von den vereinbarten Sparzielen abrücken, drohen Konsequenzen.

Ein US-amerikanischer Dollar-Schein zeichnet sich hinter einer USA-Fahne ab. Quelle: dpa

New YorkMoody's erhöht den Druck auf den Schuldensünder USA: Sollten die Politiker von den für die kommenden zehn Jahre vereinbarten Sparzielen von 1,2 Billionen Dollar abrücken, werde Moody's das Top-Rating der USA neu bewerten müssen. Bislang sei das Rating durch den Streit in dem politischen Komitee nicht beeinflusst worden. Ein Rückzug aus den ab 2013 geplanten automatischen Einsparungen würde die Agentur jedoch dazu veranlassen, ihre Benotung zu abzuändern.

Die USA waren nach dem Scheitern der überparteilichen Bemühungen zur Eindämmung des Rekordschuldenbergs erneut ins Visier der Finanzmärkte geraten. Die Ratingagentur Fitch drohte damit, den Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit auf negativ von bislang stabil zu senken. Noch bewertet Fitch die Kreditwürdigkeit der USA mit der Bestnote „AAA“. S&P hatte dagegen im Sommer die Konsequenzen aus dem erbitterten Haushaltsstreit gezogen und die Top-Note einkassiert.

Demokraten und Republikaner sollten spätestens diese Woche einen Vorschlag vorlegen, wie sie den Haushalt in den kommenden zehn Jahren um 1,2 Billionen Dollar entlasten wollen. Dazu war extra ein sogenanntes Super-Komitee ins Leben gerufen worden, das sich aus je sechs Vertretern beider Parteien zusammensetzte.

Doch auch nach einem Vierteljahr intensiver Verhandlungen kamen sie auf keinen gemeinsamen Nenner. Am Montag gestand das Komitee sein Scheitern ein. Nun sollen ab Anfang 2013 automatisch Kürzungen quer durch den Haushalt greifen, vom Militär- bis zum Sozialbereich.

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