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Razzia Schlag gegen Geldfälscher – Durchsuchungen in allen Bundesländern

An einer internationalen Razzia gegen mutmaßliche Geldfälscher waren 900 Polizisten in rund 180 Untersuchungen beteiligt. Sichergestellt wurden Falschgeld, Drogen und Waffen.

Ausgangspunkt für die Ermittlungen war eine Falschgelddruckerei in Leoben (Österreich). Quelle: dpa

MünchenMit einer internationalen Razzia ist die Polizei gegen mutmaßliche Geldfälscher vorgegangen. In Deutschland waren in dieser Woche 900 Polizisten an fast 180 Durchsuchungen in allen Bundesländern beteiligt. Gegen 160 Verdächtige werde bundesweit ermittelt, teilte das Bayerische Landeskriminalamt am Freitag in München mit. Die Beamten stellten Falschgeld, Drogen und Waffen sicher. Gegen einen 53-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Verdachts der Geldfälschung erlassen. Er war von der Kripo in Regensburg festgenommen worden.

Die meisten Durchsuchungen gab es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Ausgangspunkt für die Ermittlungen war eine Falschgelddruckerei in Leoben (Österreich). Ein 32-Jähriger produzierte dort 10-, 20- und 50-Euro-Falschnoten und verkaufte diese im sogenannten Darknet, einem verborgenen Teil des Internets. So sollen die Blüten europaweit in Umlauf gebracht worden sein. Der Mann muss sich zurzeit in Österreich vor Gericht verantworten.

Die Federführung der Aktionen in 13 Staaten gleichzeitig hatte die europäische Polizeibehörde Europol. Die Zentralstelle Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und die Falschgeldzentralstelle des LKA in Bayern haben die Maßnahmen in Deutschland koordiniert.

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