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Rezession in Deutschland Die Horrorszenarien 2014 - Unmöglich ist nichts

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Volltreffer!

Preiseinbruch: Verkauft Euer Gold!
Ein kleiner Plastikbär, Symbol für den Abschwung an den Börsen, steht am Donnerstag (15.01.2009) in der Börse in Frankfurt am Main vor der DAX-Kurve. Quelle: dpa
A woman holds 100 euro (pink banknotes at bottom) and 100 Swiss francs (blue banknote at top) she withdrew from an ATM in a bank in Geneva Quelle: AP
A man looks at Sony and Panasonic TV sets at an electronics shop in Tokyo Quelle: REUTERS
 U.S. Federal Reserve Chairman Ben Bernanke Quelle: REUTERS
Eingangsbereich eines Geschäftes für Münzhandel, Gold- und Schmuckankauf Quelle: dpa
Erdöl wird mit Hilfe eines Tiefpumpenantriebes ("Pferdekopf") gefördert Quelle: dpa
A South Korean bank clerk stands behind a pile of U.S. dollar bills Quelle: REUTERS

Denn im vergangenen Jahr landete die Saxobank zumindest einen Volltreffer. "Gold korrigiert und fällt auf 1200 US-Dollar pro Feinunze", schrieben die Banker im Dezember 2012. Besser hätte die Prognose nicht ausfallen können. Damals rangierte das Edelmetall noch bei über 1600 Dollar und galt in Zeiten der Krise als sicherer Hafen, kaum einer dachte an einen Goldcrash. Außer die Dänen.

Zunächst sprach wenig für die These. Bis zum April. Da rauschte das Edelmetall innerhalb weniger Wochen von 1600 Dollar je Feinunze runter auf 1300 Dollar. Analysten waren ratlos. Selbst Rohstoff-Experten gaben zu, von dem Einsturz überrascht worden zu sein. Denn fundamental habe sich am Markt wenig verändert. Schnell war von Manipulationen die Rede. Vor allem US-Großbanken wie Goldman Sachs standen im Visier der Kritiker. Sie hätten durch massive Leerverkäufe Unsicherheit unter den Händlern geschürt. Je weiter der Preis fiel, desto mehr Verkaufsorders wurden ausgelöst, der Effekt vervielfachte sich. Auch die US-Notenbank war als Manipulationsquelle für den Goldpreis im Gespräch.

Ganz so haarsträubend fiel die Begründung der Saxobank im Dezember 2012 freilich nicht aus. Hier war es vor allem der starke Aufschwung der US-Wirtschaft und die sinkende Nachfrage aus China, die den Preis des Edelmetalls ins Straucheln brachten. Dennoch schafften die Dänen fast eine Punktlandung, der Goldpreis wankte weiter und fiel Ende Juni auf rund 1180 Dollar je Feinunze und damit auf den tiefsten Stand seit Sommer 2010.

Müssen wir also schon vor einer Rezession in Deutschland zittern? Vermutlich nicht, denn nicht bei allen Prognosen des letzten Jahres lagen die Saxobanker so gut wie beim Goldpreis. Völlig daneben lagen sie beispielsweise beim Dax. Dem deutschen Leitindex prognostizierten sie einen Einbruch auf 5000 Punkte. Politische Unsicherheit und eine schlechte chinesische Konjunktur könnten die Börsen drücken. Stattdessen kletterte der Dax auf immer neue Höchststände, das billige Geld der Notenbanken machte die politische Unsicherheit zunichte.

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    Auch beim Rohöl lag die Saxobank daneben. Die Dänen hatten einen Preis pro Barrel von nur noch 50 Dollar für die Sorte WTI vorhergesagt. Statt zu fallen legte die Sorte zu, der Preis stieg auf über 97 Dollar. Ähnliches gilt für den Wechselkurs zwischen dem Dollar und dem japanischen Yen. Statt wie vorhergesagt in Richtung 60 Yen je Dollar zu fallen, stieg der Kurs auf mittlerweile über 102 Yen je Dollar. Auch für Spanien sieht die Realität besser aus als das Szenario, die Zinsen der Staatsanleihen haben sich leicht entspannt, die Iberer nähern sich nicht der Pleite.

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