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Riedls Dax-Radar

Die Risiken im Dax nehmen zu

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Angeschlagene Großkonzerne

Vor allem bei RWE wird es eng. Bei 80,9 Milliarden Euro Bilanzsumme stehen 13,9 Milliarden Eigenkapital in den Büchern. Das wären 17 Prozent. Sollten jetzt wirklich etliche Milliarden Rückstellungen für Atomlasten fehlen, kann die Quote schnell unter 10 Prozent gehen. E.On sieht auf den ersten Blick mit 24 Prozent Eigenkapital etwas stabiler aus, doch wenn die Auslagerung der Atomlasten nicht mehr möglich ist, ist hier die Enttäuschung umso größer.

RWE und E.On waren bis vor kurzem riskante Wende-Spekulationen im Dax. Das sind sie jetzt nicht mehr. Es sind bis ins Mark angeschlagene Großkonzerne, für die die wahrscheinlich letzte Möglichkeit der Eigenrettung – das war der Kern der E.On-Strategie! – nun kaum noch möglich ist.

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Rettung kommt wahrscheinlich nur noch von außerhalb. Doch wer auf einen Übernehmer hofft, sollte sich im Klaren sein, dass der angesichts der politischen Vorgaben auch die Atomaltlasten übernehmen müsste. Und daran dürfte sich wohl keiner gern Finger verbrennen.

Bleibt letztlich der Staat als Retter? Für Anleger ist das keine schöne Hoffnung. Als der Staat 2009 bei der Commerzbank einstieg, kletterte die Aktie zwar zunächst etwas – aber nur um dann in einer mehrjährigen Baisse den größten Teil ihres Wertes zu verlieren. Berappen mussten das Desaster am Ende Anleger und Steuerzahler. Die Gefahr ist groß, dass es bei E.On und RWE genauso kommt.

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