Riedls Dax-Radar

Börsenkorrektur mit Kaufkandidaten

Schwankungen im Dax machen Klassiker wie Daimler und Nachzügler wie K+S interessant. Die jüngste Korrektur sorgt bei ihnen für Einstiegskurse.

Die besten Börsenweisheiten
Pik-König und Pik-Ass Quelle: dpa
Schotten im Kilt Quelle: dpa
„Besitzer von Zinspapieren schlafen gut. Aktionäre hingegen leben gut.“ Quelle: dpa
eine Frau beißt in einen Burger Quelle: dpa
US-Investor Warren Buffett Quelle: dpa
Eine Schafherde Quelle: dpa
Roulette-Tisch Quelle: dapd
Schwarzwälder Kirschtorte Quelle: dpa
Anleger an der US-Börse Quelle: AP
Minenarbeiter Quelle: AP
„The trend is your friend.“ Diese Börsenweisheit geht davon aus, dass sich ein bestehender Trend in der Regel fortsetzen wird. Quelle: AP
Tabletten Quelle: dpa
Burton Malkiel, US-Ökonom und Autor
Gordon Gekko, Spekulant aus dem Film „Wall Street“ Quelle: dapd
Bündel mit 20-Euroscheinen Quelle: dpa
„Wenn Du den Wert des Geldes kennenlernen willst, versuche, dir welches zu borgen.“ (Benjamin Franklin) Quelle: AP
Ein Mann mit einem roten Regenschirm geht über den Schlossplatz in Stuttgart. Quelle: dpa
„An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins - und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten.“ (André Kostolany) Quelle: dpa
Helmut Schmidt Quelle: dpa
John Kenneth Galbraith, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Autor Quelle: AP

Die verhaltene Industrieentwicklung in Frankreich, aber auch die nachlassende Dynamik in Deutschland sind dafür verantwortlich, dass Konjunkturindikatoren wie ZEW und Markit schwächer als erwartet ausfallen. Andererseits, der Ifo-Index hierzulande ist robust.

An den Börsen mag das zu Irritationen führen, da die Erwartungen an die besonders expansive Politik der EZB mittlerweile ziemlich hoch sind. Doch im Prinzip ändert sich an der großen Richtung der Volkswirtschaften nichts: In Europa vollzieht sich weiter eine moderate Erholung mit Schwankungen; in Amerika ist die Tendenz stabiler, der Wirtschaftszyklus weiter.

Für die Zinsentwicklung an den Märkten bedeutet das: So wie bisher angenommen könnten die Zinsen in den USA mittelfristig (vielleicht noch 2015, eher 2016) leicht steigen. In der EU ist das weiterhin nicht in Sicht¬ - auch wenn neuerdings smarte Anleihe-Investoren wie Bill Gross medienwirksam auf Bundesanleihen einhauen.

Der Dollar bleibt vorne

Die jüngsten Zahlen sind auch ein Hinweis darauf, dass die grundlegende Euro-Schwäche und die korrespondierende Dollar-Stärke noch lange nicht abgehakt sind. Natürlich gibt es nach dem dramatischen Verfall der EU-Währung (ein Viertel in knapp einem Jahr) immer wieder technische Erholungen, weil letztlich zu viele Spekulanten auf einen endlos sinkenden Euro gesetzt haben. Doch wenn diese Korrekturen abgearbeitet sind, dürfte wieder die Grundrichtung eingeschlagen werden.

Seitdem der Euro bei 1,20 Dollar nach unten durchgerutscht ist, hat er eine elf Jahre dauernde Top-Bildung mit einem schweren Verkaufssignal abgeschlossen. Dass sein Wertverfall im Anschluss danach so schnell eintrat, bestätigt dieses Verkaufssignal.

Wenn eine Preiskurve aus einer Formation von elf Jahren herausbricht, sind die Folgen nicht in ein paar Monaten abgehakt. Selbst wenn der Euro jetzt eine mittelfristige Erholung in Richtung 1,20 Dollar schaffen sollte, läge sein langfristiges Baisse-Ziel noch immer bei unter 0,90 Dollar.

Für europäische Aktien heißt das im Gegenzug, dass zwei der wichtigsten Triebkräfte bestehen bleiben: Die niedrigen Zinsen und die günstige eigene Währung. Diese fundamentale Stütze dürfte selbst mittelgroße Rückschläge im Dax immer wieder auffangen.

Dax im Plus - Daimler will weiter wachsen

Kurzfristig Korrektur, mittel- und langfristig stabiler Trend

Und eine solche Korrektur im Dax läuft seit März. Der scharfe Anstieg Mitte April gab zwar kurzzeitig ein erneutes, schnelles Kaufsignal; das jedoch wurde durch den nachfolgenden Kursrutsch sogleich neutralisiert.
Mehr noch: Die Tatsache, dass der Dax nicht nur unter die kurzfristige Ausbruchszone bei 12200 gerutscht ist, sondern gleich bis zum nächsten Tief bei 11700 ist als Warnsignal zu verstehen. Sollte der Dax nämlich in den nächsten Tagen unter 11700 fallen, kann es sehr schnell bis auf 11000 gehen. In diesem Bereich läge dann das Ziel der aktuellen Schiebezone zwischen 11700 und 12400, außerdem verläuft hier der seit Oktober bestehende Aufwärtstrend.

Fazit zur Dax-Tendenz: Kurzfristig hat sich die Situation eingetrübt, die Korrektur könnte sich sogar ausdehnen. Mittelfristig zeigt die Tendenz aufwärts – die 200-Tage-Linie verläuft erst bei gut 10100 und zieht dynamisch nach oben.

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