WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen
Riedls Dax-Radar

Kaufsignal an der Börse in Sicht, 12.400 Punkte voraus

Seite 2/2

Dax vor neuer Anstiegsphase

Kurze Korrektur und nächster Anstieg war die These an dieser Stelle vor einer Woche. Nun ist diese Anstiegsphase ins Laufen gekommen, nachdem der Dax genau in die Unterstützungszone zwischen 10.700 und 10.300 eingedrungen war, dort aber aus dem Stand wieder nach oben drehte. Der nachfolgende schnelle Anstieg auf 11.000 ist ein gutes Vorzeichen für die nächsten Wochen.

Mit einem Anstieg schon etwas über 11.000 hinaus ist der Dax dabei, ein weiteres, wichtiges Kaufsignal zu geben. Knapp unter 11000 verläuft der Abwärtstrend, der sich in der Korrektur seit April gebildet hat. Knapp über 11.000 liegt die 200-Tage-Linie. Um diese wichtige Widerstandszone nachhaltig zu durchdringen, müsste der Dax einen Tagesschlussstand von 11.200 bis 11.300 markieren. Wenn das gelingt, kann es schnell – noch in diesem Jahr – auf 11.800 und dann 12.400 gehen.

Wie viel Dividende Deutschlands Großaktionäre kassieren
Familie Schaeffler Quelle: dpa
Stefan Quandt Quelle: REUTERS
 Klaus-Michael Kühne Quelle: AP
Susanne Klatten Quelle: dpa
Reckitt Benckiser Quelle: REUTERS
Familien Piech/Porsche Quelle: dapd
Familie Merck Quelle: dpa

Bei 18 von 30 Dax-Werten verläuft derzeit der Kurs oberhalb der 200-Tage-Linie. Das ist eine Quote von 60 Prozent und noch keine stabile Hausse (die liegt bei 75 oder besser 80 Prozent vor). Dennoch kennzeichnet dies einen typischen Markt, der am Ende einer Korrekturphase wieder schrittweise nach oben dreht.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Siemens wird stabiler und rentabler

    Es stützt den Dax, dass Klassiker wie Siemens wieder eine verlässlichere Perspektive bieten. Für jeden Euro Umsatz, den das Unternehmen derzeit macht, kommen für 1,09 Euro neue Aufträge herein. Nach dem guten Geschäftsjahr 2015, das ein Gewinnplus von 39 Prozent brachte, dürfte sich bei Siemens insgesamt die Aufwärtstendenz fortsetzen. Zwar spürt der Industriekonzern die nachlassende Dynamik in China und zurückhaltende Investitionen aus der Energiebranche. Dass die Marge im Industriegeschäft aber stabil bleibt, spricht für die starke Marktposition. Der schwache Euro hilft zusätzlich.

    Einen Extra-Schub bringen junge Sparten wie die Digitalisierung und die Medizintechnik. Ohne Verkaufserlöse (Hausgeräte, Hörgeräte) gerechnet kann der Nettogewinn 2016 von 4,6 Milliarden Euro auf gut fünf Milliarden klettern. Die für Januar angekündigte Dividendenerhöhung auf 3,50 Euro je Anteil sollte Siemens langfristig halten. Die Aktie wird deshalb kein Überflieger, aber dank stabilem Geschäft und soliden Finanzen (29 Prozent Eigenkapitalquote) ist sie ein guter Dividendenwert.

    Sinken E.On-Aktien noch bis auf 1,50 Euro?

    Am unteren Ende der Werteskala im Dax rangieren die Versorger. Bei einer Marktkapitalisierung von nur noch 18 Milliarden Euro für E.On und sogar nur noch sieben Milliarden für RWE mag es spekulativen Anlegern in den Fingern jucken, einen Zock zu wagen. Immerhin handelt es sich hier um zwei der größten Industriekonzerne Europas, die zudem wegen der Energiesicherheit auch eine öffentliche Bedeutung haben. Allerdings, an der Börse ist außer schnellen Zwischenerholungen bisher noch keine Wende absehbar. Im Gegenteil: Gerade auf Versorger-Anleger könnten neue Lasten zukommen.

    In den nächsten Wochen werden sich die Gespräche zwischen Politik und Versorger intensivieren, in denen es um die Zukunft der Konzerne geht. Ein Überleben aus eigener Kraft plus die Kosten des Atomausstiegs und Belastungen riesiger Pensionsleistungen zu schultern, ist nicht in Sicht. Damit wird eine staatliche Rettung, wie immer die auch aussehen mag, immer wahrscheinlicher.

    Börse



    In Sicherheit wiegen sollten sich Anleger deshalb nicht. Denn das Beispiel Commerzbank hat gezeigt, dass gerade nach dem Staatseinstieg auch von Anlegerseite neues Kapital hereinkommen muss – und dabei fand eine dramatische Verwässerung des bisherigen Kapitals statt. Es ist gut möglich, dass es auch bei den Versorgern zu einer ähnlichen Lösung kommt.

    Zur Erinnerung und Warnung: Die Commerzbank-Aktie hat durch die Finanzkrise und die anschließende staatliche Rettung in der Spitze bis zu 97 Prozent verloren. Rechnet man diesen Verlust auf E.On-Aktien um, so könnte deren Kurs noch bis auf 1,50 Euro nachgeben. Das ist natürlich nur eine Rechnung und keine Prognose, offenbart aber, welches Risiko noch immer in Versorgeraktien steckt.  

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%