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Riedls Dax-Radar

Abwärtstrend an der Börse bleibt intakt

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Die Zitterpartie ist noch nicht vorbei

Viele große Werte im Dax legen einen solchen Verlauf nahe. Der Allianz-Aktienchart etwa hat im vergangenen Jahr eine klassische Doppelspitze gebildet, aus der die Notierungen nach unten herausgefallen sind. Dazu passen die jüngsten Zahlen: Der Gewinn ist zwar um sechs Prozent gestiegen, aber doch nicht so stark, wie im Durchschnitt erhofft. Die Dividende steigt, aber nicht so deutlich, wie erwartet. Dazu sind die Aussichten verhalten; und das Problem der leidigen Vermögensverwaltungstochter Pimco ist noch immer nicht gelöst.

Mit diesem Portfolio ging der Starinvestor in die Krise

Für Allianz-Aktien heißt das: Das schon bisher eingetrübte Kursbild bestätigt sich, in den nächsten Wochen dürfte die Aktie weiterhin schwächer als der Markt laufen. Bevor sich die Notierungen nicht wieder stabilisieren (etwa in der breiten Zone zwischen 140 und 120 Euro), kommt die Aktie für kurzfristige Anleger nicht in Frage. Und auch langfristige Investoren können sich für einen Einstieg Zeit lassen.

Kräftig nach unten zieht es nun auch die Daimler-Aktie. Hier sind die operativen Aussichten eigentlich gut, doch eine Sammelklage in den USA drückt auf die Stimmung. Rechtsrisiken in den USA, das zeigen die Beispiele Volkswagen und Deutsche Bank, können sich für eine Aktie zu einer längeren Belastung entwickeln. Für Daimler bedeutet das konkret: Der Kurs sollte sich in den nächsten Wochen spätestens zwischen 55 und 60 Euro wieder stabilisieren. Sollte das wider Erwarten nicht gelingen, wäre das sogar ein Zeichen für eine längere Baisse.

Börse



Durch den Kursanstieg der vergangenen Tage hat sich an der mittelfristigen Abwärtstendenz im Dax nichts geändert. Noch immer verlaufen 80 Prozent der Dax-Aktien unterhalb der 200-Tage-Linie, das ist klare Baisse-Tendenz. Von denen, die darüber verlaufen, sind vor allem Adidas und SAP besonders stark. Adidas ist allerdings ziemlich sportlich bewertet – die Aktie ist doppelt so teuer wie der Durchschnitt im Dax. SAP dagegen ist weiterhin der Dauerläufer im Dax. Die Aktie ist derzeit einer der wenigen klaren Kaufkandidaten im Dax. Die frühzeitige und richtige Wende hin ins Cloud-Geschäft wird sich in den nächsten Jahren mehr und mehr auszahlen.

Fazit: Nach zehn Wochen starken Kursrückgängen wären jetzt vier bis sechs Wochen stabile bis leicht steigende Notierungen durchaus möglich. Die obere Zone könnte hierbei in den Bereich 9500 bis 10.000 reichen. Dann aber dürfte mindestens noch einmal ein Test der alten Tiefpunkte anstehen. Die Zitterpartie an den Märkten ist noch keineswegs vorbei.

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