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Riedls Dax-Radar

Neue Zitterpartie an den Börsen

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Ein Zeichen von Schwäche

Auch andere Autoaktien wie VW zeigen einen brisanten Verlauf. Zunächst hat sich VW seit dem Bekanntwerden des Abgasskandals Ende 2015 und dem damit verbundenen Kurscrash Schritt für Schritt erholt. Die operativen Ergebnisse waren in dieser Zeit zwar nicht berauschend, aber viel besser, als die Stimmung gegenüber VW.

Doch seit einigen Wochen neigen auch VW-Papiere wieder zur Schwäche. Das ist bemerkenswert, propagiert der Fahrzeugkonzern doch offensiv wie kein anderer großer Hersteller eine Strategie hin zum Elektrofahrzeug. Gleichzeitig deuten Verkaufszahlen und Verkaufspreise darauf hin, dass VW bei den Ergebnissen nicht schlecht abschneiden wird. Es sieht ganz danach aus, dass es den Wolfsburgern gelingt, mit Hilfe eines stabilen traditionellen Geschäfts und reichlichen Finanzreserven die langfristige Wende zum neuen E-Autobauer und Mobilitätskonzern zu schaffen.

Geht es nach der Bewertung von Gewinnen, dem Eigenkapital oder der Marktposition, sind VW-Aktien derzeit günstig; sowohl im Vergleich zur eigenen Historie als auch zu Konkurrenten wie Toyota. Das spricht dafür, dass die Aktie die wichtige Zone um 135 Euro in der aktuellen Schwächephase verteidigen kann.

Mögliche Dax-Korrektur bis in den März hinein

Der Dax hat von Ende Dezember bis Anfang Februar 1000 Punkte gutgemacht. Die Erholung wurde angetrieben von rückläufigen Zinsen und von Unternehmenszahlen, die insgesamt auf eine schwächere Wirtschaft deuten, nicht aber auf eine schwere Rezession. Dass Anleger am Jahresende 2018 pessimistisch waren, half bei der Erholung zusätzlich.

Das angepeilte Ziel von 11.600 Punkte hat der Dax nicht erreicht, bei 11.370 Punkten ging ihm die Luft aus. Der schwere Einbruch am Donnerstag (7. Februar) spricht dafür, dass nun wieder eine Korrekturphase ansteht. Die könnte bis in die erste Märzhälfte hinein anhalten, im Dax eine typische Wendephase.

Für ein positives 2019er-Szenario wäre es gut, wenn der Dax nicht allzu viel von den erreichten Gewinnen wieder hergäbe. Ein klassischer Rücksetzer hätte ein Ausmaß von 40 Prozent, das ergäbe eine Kurskorrektur von 400 Punkten und eine Zielzone 10.900 bis 11.000 Punkte. Dass der Dax dieses Niveau schon nach zwei Tagen Korrektur erreicht hat, ist allerdings ohne Frage ein Zeichen von Schwäche.

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