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Riedls Dax-Radar Krisen und Börsen - bei Rückschlägen kaufen

Die Börsen haben gelernt, mit der akuten Dauerkrise zu leben. Das macht sie widerstandsfähig, auch wenn die Folgen des US-Haushaltsstreits und der Politkrise in Italien weiter anhalten.

Börsentitel als Kontraindikator
Der Aktionär vom 15. Januar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Der Aktionär vom 6. Februar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Focus Money vom 12. Februar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Der Aktionär vom 13. Februar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Barron's vom 4. Februar 2012 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Börse Online vom 24. Januar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Focus Money vom 30. Januar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online

Es gibt derzeit zwei riesige Belastungen für die Börsen: Zum einen die Euro-Schuldenkrise, die durch die Wahl in Italien verschärft wurde (die Unsicherheit bleibt, bis es eine handlungsfähige Regierung gibt); dann zum anderen der Haushaltsstreit in den USA. Es sieht ganz so aus, als ob es hier zu keiner Einigung mehr kommt und nun erhebliche Kürzungen im Etat anstehen.

Und was machen die Börsen? – Der Dow Jones hat bei 14150 Punkten am All-Time-High gekratzt, dem Dax fehlen bis dahin nur noch fünf Prozent. Weltuntergang sieht anders aus. Ohne Frage, beide Probleme (die ja im Grunde zusammenhängen: Also die Hyperverschuldung der Staaten) sind weder auf die leichte Schulter zu nehmen, noch ist hier mittelfristig eine Lösung absehbar. Und selbst wenn sie gelingt, wird das ein langer, mühsamer und schmerzvoller Weg.

Börsen haben den Fast-Weltuntergang schon durchgespielt

Börsen-Einbruch nach der Italien-Wahl

Das alles ist natürlich keineswegs neu. Seit das Dogma vom immerwährenden Wachstum (an den Märkten wie in der Realwirtschaft) mit dem Anfang der Finanzkrise (nehmen wir den Einschnitt 2008) entzaubert wurde, reicht die Spanne der Anlegeremotionen immer wieder hinunter bis zum gefühlten Exitus.

Und dieses Ende fand an den Börsen ja auch statt: Der Crash von 2008 war die größte Vermögensvernichtung in der jüngeren Geschichte der Menschheit. Gemessen daran, dass 2008 viel mehr Menschen ihr Geld an den Aktienmärkten investiert hatten als zum großen Crash 1929, war die Breitenwirkung erheblich schmerzvoller.

Es kann also niemand sagen, die Märkte würden die in der Tat realen Gefahren der Schuldenkrise übersehen. Ganz im Gegenteil: Die Märkte haben kalt und brutal mit einer riesigen Vermögensvernichtung die Rechnung für die Schuldenprobleme schon aufgemacht.

Was wir jetzt an den Börsen erleben, muss immer vor der schon stattgefundenen Bereinigung gesehen werden: Die Schuldenprobleme sind nach wie vor da, aber der reale Wirtschaftsablauf geht mit mehr oder weniger großen Friktionen weiter. Die schrittweise Erholung an den Aktienmärkten seit 2009 war nur die logische Konsequenz daraus.

Zwei Lager und auf absehbare Zeit keine Versöhnung in Sicht

Aktuell könnte man natürlich sagen, wenn der Dow Jones schon wieder am Hoch notiert und auch der Dax nicht mehr weit davon entfernt ist, nehmen die Märkte eine Gesundung schon wieder vorweg; eine Gesundung, die eben alles andere als sicher sei.

Auf der einen Seite stehen die Optimisten: Sie rechnen damit, dass sich die Schuldenproblematik durch Einsparungen,  monetäre Hilfen sowie die konjunkturelle Erholung Schritt für Schritt lösen lässt und eine Rückkehrt zu ähnlichen Verhältnissen wie vor der Krise möglich ist.

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