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Riedls Dax-Radar

Zitterpartie Richtung 11.000 Dax-Punkte

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Mühsame Wende der Deutschen Bank

Als Enttäuschung könnte man auf den ersten Blick die Deutsche Bank betrachten. Und in der Tat ist das, was das Vorstandsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen öffentlich liefert, wirklich kein großer Wurf. Sparen, schließen, schrumpfen. Eigentlich sollte die Deutsche Bank in der ersten Riege der internationalen Geldhäuser sein. Jetzt ist sie nur noch unter ferner liefen. Das ist blamabel. Ist die Spekulation auf eine Renaissance der Deutschen Bank damit abgeblasen?

Nein, keineswegs, nur wird sie eben noch mühsamer ausfallen, als bisher angenommen. Ohne Frage ist es gerade für den hochgejazzten Investmentbanker Jain ein Armutszeugnis, wenn die Deutsche Bank in einer Zeit, in der Anleihen und Aktien weltweit von Rekord zu Rekord eilen, soweit hinterher hinkt.

Dividendenstarke Aktien mit Kurspotenzial 2015

Dazu fallen die Belastungen aus Rechtsrisiken nun enorm aus. Die Deutsche bekommt nun die Rechnung, dass sich die Aufklärung lange verzögert hat. Doch auch andere Banken mussten tief in die Tasche greifen. UBS, BNP hatten eher einen Schlussstrich gezogen. Genau das haben Anleger honoriert.

Was spricht dennoch für die Deutsche?  

Die neuen Kostensenkungen drücken zwar kurzfristig auf die Zahlen, dürften aber mittelfristig die Renditen wieder erhöhen. Dann, spätestens im Verlauf 2016, sollte auch das Thema Rechtsrisiken abgehakt werden. Die Reduktion der Bilanzsumme und der Abbau von Risiken sollten ebenfalls vorankommen.

Dass die Deutsche Bank eine Universalbank bleibt, hat die Hoffnungen auf eine Aufspaltung zunichte gemacht. Das ist natürlich kurzfristig nicht gut für den Kurs. Mittelfristig hat die Deutsche Bank aber durchaus eine Chance, damit wieder ein vergleichsweise stabiles Geschäft aufzubauen.

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Der größte Vorteil – und der ist durch die jüngste Enttäuschung eigentlich noch größer geworden – ist die niedrige Bewertung der Bank. Soeben ist die Marktkapitalisierung der Deutschen Bank unter 40 Milliarden Euro gesunken. Für eine Bank, die derzeit immerhin noch 1,96 Billionen Euro Bilanzsumme hat, ist das eigentlich ein Spottpreis.

Fazit zur Deutschen Bank: Kurzfristig sollten sich die Kurse zwischen nach der jüngsten Enttäuschung wieder stabilisieren, doch bis die Wende endgültig gelingt, kann es 2016 werden. Antizyklische Käufer müssen einen langen Atem mitbringen. Zwischen 25 und 28 Euro sollte eine interessante langfristige Einstiegsgelegenheit bestehen. 

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