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Riedls Dax-Radar

Absturzgefahr gebannt, Börsenrally voraus

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US-Aktien zeigen Muskeln

Zuversichtlich stimmt, dass der amerikanische Aktienmarkt in seiner ganzen Breite für die nächsten Wochen nicht schlecht aussieht. Die abgestürzten Titel der vergangenen Monate, also vor allem die Ölwerte, erholen sich deutlich – nicht nur weil Öl nicht noch billiger geworden ist, sondern auch weil diese Aktien unter einem langfristigen Blickwinkel mittlerweile günstig geworden sind (und wer meint, die Weltwirtschaft komme in den nächsten Jahren ohne die Dominanz von Öl und Gas aus, ist ein Träumer. In diesem Jahr dürfte der Verbrauch 93 Millionen Barrel pro Tag erreichen – so viel wie noch nie.)

Zum zweiten sind die defensiven Klassiker im Dow schon seit längerer Zeit stabil. Jetzt ziehen sie sogar nach oben. Alle verlaufen stabil über der 200-Tage-Linie: Coca-Cola, McDonald’s, Home Depot; sogar die (nicht ganz so defensiven) GE könnte man hier dazuzählen.

Die Technologiewerte Cisco, IBM und Intel, die es zwischenzeitlich schwer erwischt hat, sind ebenfalls reif für eine mittelfristige Erholung. Microsoft ist schon seit Monaten einer der Top-Werte in der großen Klasse.

Diese Stärke zeigt sich auch im Nasdaq-Index. Hier gab es im August einen Einbruch, der die Notierungen scharf unter die 200-Tage-Linie gedrückt hat. Danach folgte im September eine erste Erholung, die aber an der 200er-Linie scheiterte.

Nun ist der Index im zweiten Anstieg über dieses Hindernis gekommen. Noch ist der Anstieg nicht nachhaltig, doch wenn der Nasdaq-Index in der kommenden Woche das Niveau um 4400 verteidigt, wäre das eine gute Basis für einen positiven Jahresausgang.

Ist die Korrektur im Dax nun beendet?

Im Fahrwasser der Dow-Erholung hat sich der Dax wieder über die Marke von 10000 gerettet. Zwar ist der Anstieg hierzulande bisher nicht so stark wie in Amerika (das September-Hoch liegt noch bei 10500), doch die Richtung ist die gleiche.

Für ein positives Szenario spricht, dass sich die wichtigen Titel im Dax deutlich stabilisiert haben:

Allianz hat die Untergrenze um 135 verteidigt, das Hoch vom September übertroffen, nächstes Ziel dürften 155 Euro sein; BASF hat die Marke von 65 Euro gehalten, kurzfristig sind 75 bis 80 Euro möglich; Daimler tut sich zwischen 70 und 75 noch etwas schwer, könnte aber in den nächsten Wochen 80 Euro erreichen; Siemens hat sich nach dem Absturz auf 80 wieder gefangen und könnte nun in Richtung 90 gehen.

Fazit: Aus dem Bild der Einzelwerte im Dax muss zwar nicht automatisch gleich ein dynamischer Kursanstieg folgen, doch die akute Absturzgefahr ist gebannt und die Chance auf weitere Kursgewinne ist derzeit größer als das Risiko hoher Kursverluste. Die seit dem 2. Oktober an dieser Stelle beschriebenen Chancen für den Dax werden damit immer realer und könnten sogar in eine Jahresendrally münden.

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