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Risikokapital Wie gefährlich ist der Jobs-Act?

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Verschärfte Berichtsregeln werden aufgehoben

Yes, we can - Obama hofft auf Tausende neuer Unternehmen und Millionen Jobs. Quelle: dapd

„Die Lehren aus dem Dotcom-Debakel werden einfach weggewischt“, ereifert sich Spitzer. „Die Wall Street hat die Politik in die Tasche gesteckt.“ Was ihn besonders aufregt: Der Jobs-Act hebt verschärfte Berichtsregeln für Börsenkandidaten sowie die sie betreuenden Banken und Analysten auf, die nach den großen Börsenskandalen der Jahrtausendwende verabschiedet worden waren.

So dürfen Investmentbanken künftig wieder mit dem Urteil ihrer eigenen Analysten für von ihnen betreute Börsenkandidaten werben. Das war nach der Dotcom-Blase verboten worden, weil einige Analysten Gefälligkeitsexpertisen erstellt hatten. Was für mehr Unabhängigkeit sorgen sollte, führte jedoch dazu, dass sich kaum noch Analysten für kleinere Wachstumsunternehmen interessierten.

Künftig werden auch die Berichtsregeln für Börsenkandidaten gelockert, wenn deren Umsatz unter einer Milliarde Dollar oder ihr Börsenwert unter 750 Millionen Dollar liegt. Sie können verschärfte Berichtsauflagen um bis zu fünf Jahre aufschieben. Vor allem diese Prüfungen hatten Börsengänge verteuert. Im Schnitt, so eine Untersuchung der SEC, mussten Unternehmen dafür 2,3 Millionen Dollar im Jahr aufwenden. Wenig Geld für Konzerne, aber sehr viel für Startups.

Politische Börsen
Eine Ansprache von US-Präsident Barack Obama wird an der New Yorker Börse verfolgt Quelle: dapd
Der Demokrat Jimmy Carter war von 1977 bis 1981 Präsident der Vereinigten Staaten. Damals herrscht eine Wirtschaftskrise, seine Bemühungen in der Energie-, Bildungs- und Umweltpolitik bringen keine Erleichterung. Er war Vermittler zum Camp-David-I-Abkommen und führte die SALT-II-Gespräche, gilt aber außenpolitisch als eher schwach. Der Dow-Jones-Index fällt in seiner Amtszeit von knapp 1000 Punkte auf zeitweise unter 800 Punkte. Zum Ende seiner Amtszeit steigt der Börsenindex jedoch wieder auf 970 Punkte. Quelle: AP
Ronald Reagan Quelle: dpa
George Bush senior Quelle: Reuters
Bill Clinton Quelle: Reuters
George W. Bush Quelle: AP
Barack Obama Quelle: dpa

Kein Geldmangel im Silicon Valley

Allerdings wächst nun die Gefahr, dass wie in den Neunzigerjahren wieder Unternehmen an die Börse gehen, die sich mit ihren Umsätzen nicht über Wasser halten können und die auch für den Aufkauf durch Konzerne nicht interessant genug sind. Als Abnehmer blieben die von Vermittlern gekeilten Kleinanleger.

Etablierten Wagnisfinanzierern bereitet die Konkurrenz der Kleinanleger-Fondsmodelle keine Sorgen. „An Geld an sich gibt es im Silicon Valley keinen Mangel“, sagt John O’Farrell, Partner bei Andreessen Horowitz, dem derzeit prominentesten Wagnisfinanzierer des Silicon Valley. Woran es eher mangelt, sind interessante Unternehmen. Die etablierten Risikokapitalverwalter aber bieten Startups nicht nur Kapital, sondern auch Zugang zu potenziellen Unternehmenskunden, etwa anderen High-Tech-Konzernen. Das macht sie für die Startups interessant. Deshalb könnten bei den Kleinanleger-Fonds vor allem jene Unternehmen stranden, die ohnehin schlechtere Chancen haben.

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Ravikant setzt dagegen darauf, dass die Transparenz im heute gegenüber den Jahren vor 2000 sehr viel weiter verbreiteten Internet dafür sorgt, dass die Spreu vom Weizen getrennt wird. Warnungen vor groß angelegtem Betrug hält er für übertrieben: „Beim Investieren besteht immer die Gefahr, dass man Geld verliert.“

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