Rocket Internet Kinnevik begründet Anteilsverkauf mit Interessenkonflikt

Der angekündigte Teil-Ausstieg des schwedischen Finanzinvestors Kinnevik bringt den Berliner Startup-Entwickler Rocket Internet unter Druck.

Rocket Internet: Kinnevik begründet Anteilsverkauf mit Interessenkonflikt Quelle: dpa

Der schwedische Großaktionär Kinnevik hat seinen Anteilsverkauf am Berliner Start-up-Entwickler Rocket Internet mit einem Interessenkonflikt begründet. „Unsere Geschäftsmodelle sind sich zu ähnlich geworden“, sagte Kinnevik-Interims-Chef Joakim Andersson dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Rocket baue nicht mehr nur junge Firmen auf, sondern investiere auch in größere Unternehmen. „Wir tun dasselbe“, sagte er. Mit dem Verkauf der Aktien habe man vor allem Gewinne realisieren und für neue Investitionen bereitstellen wollen.

Die Schweden hielten bisher 13,2 Prozent an Rocket und kündigten an, 10,9 Millionen Aktien, die Hälfte ihres Anteils, zu verkaufen. Am Markt sorgte das für einen scharfen Kursrutsch bei Rocket-Aktien. Die Papiere brachen um mehr als zehn Prozent ein.

Die Start-up-Fabrik Rocket Internet ist unter anderem an dem Kochbox-Versand Hello Fresh und dem Essenslieferanten Delivery Hero beteiligt. „Das Investment in Rocket war fantastisch“, sagte Andersson von Kinnevik der Zeitung. „Wir haben unseren Einsatz versechsfacht.“ Bei den Beteiligungen, die ihnen gemeinsam gehörten, arbeiteten sie weiter zusammen, sagte der Manager. Das sei „eine gute Partnerschaft“. Investiert haben beide etwa in den aufs Wohnen spezialisierten Shopping-Club Westwing und den Online-Möbelhändler Home24.

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