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Rohstoffe nahe der Talsohle Lichtblicke für die Rohstoffriesen

Mit dem Goldpreissturz rauschten auch Industriemetalle und Öl in den Keller. Aber viele Experten sehen den Tiefpunkt bei Rohstoffen erreicht. Aktien großer Bergbaukonzerne sind chancenreich - und günstig.

Lichtblicke für die großen Bergbaukonzerne Quelle: rtr

Am Ende klappte es doch noch mit der Elefantenhochzeit zweier Rohstoffgiganten. Mehr als ein Jahr, nachdem sich die beiden großen in der Schweiz ansässigen Rohstoffmultis Glencore und Xstrata auf eine Fusion geeinigt hatten, und lange nachdem ihre Aktionäre sowie die Kartellwächter der EU und Südafrikas den Zusammenschluss genehmigt hatten, kam am 16. April grünes Licht von der Regulierungsbehörde in Peking.

Mit einem Volumen von 35 Milliarden Dollar ist die größte Fusion unter Rohstoffkonzernen nun in trockenen Tüchern. Durch die Vermählung entsteht mit "Glencore Xstrata plc“ einer der weltgrößten Rohstoffkonzerne, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Förderung verschiedenster Metallerze, Kohle, Öl und Gas, Gold und Edelsteinen über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach bündelt. Der Jahresumsatz des neuen Giganten soll etwa 200 Milliarden Dollar erreichen.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Dass die Rohstoffmärkte nunmehr seit zwei Jahren unter Druck stehen, ist für Glencore und Xstrata offenbar kein Grund, die teure Fusion abzublasen. Denn im Rohstoffmarkt ist Größe ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Unternehmen wie BHP Billiton, Rio Tinto, Vale, Anglo American oder eben Glencore und Xstrata fördern die verschiedensten Rohstoffe überall auf der Welt, besitzen zahlreiche Minen, betreiben eigene Bahnlinien, Häfen und Frachterflotten. Zudem besitzen sie die Finanzkraft, um auch neue Vorkommen zu erschließen, ihre Wertschöpfungskette weiter zu optimieren und ihre Marktanteile auszubauen.

Anleger, die in den vergangenen Monaten auf einen der Rohstoffriesen gesetzt hatten, wurden jedoch ebenso enttäuscht wie jene, die direkt in Rohstoffe wie Industrie- und Edelmetalle, Öl und nicht zuletzt Gold und Silber investierten. Insbesondere die Korrektur beim Goldpreis in den vergangenen Tagen dürfte viele Anleger nachdenklich gestimmt haben. Denn Gold ist vor allen bei Anlegern beliebt, die Inflation oder platzende Blasen in anderen Anlageklassen fürchten. Im Zuge der Finanzkrise und der späteren Staatsschuldenkrise wuchs der Bedarf der sicherheitsorientierten Anleger an dem Edelmetall.

Die gleichen Beweggründe trieben lange immer mehr Kapital in die Rohstoffmärkte, und sei es nur, um die Risiken im Anlageportfolio zu streuen. Damit kletterten seit den Tiefpunkten in den wichtigsten Metallmärkten im Jahr 2009 auch die Kurse – die gute Konjunktur und damit verbunden der wachsende Rohstoffhunger vor allem in den Schwellenländern bereiteten den Boden dafür.

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