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Rohstoffe Ölpreise gefallen

Die Ölpreise geben am Donnerstag leicht nach. Im Streit um die künftige Entwicklung der Fördermenge bahnt sich ein Einlenken des Irans an.

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Brent & Co.: Preis für Nordsee-Rohöl auf Höchststand seit September Quelle: dpa

Singapur, Frankfurt Die Ölpreise sind am Donnerstag etwas gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,24 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 27 Cent auf 65,44 Dollar.

Vor dem Treffen des Ölkartells Opec und anderen wichtigen Förderländern wie Russland an diesem Freitag haben sich die Einigungschancen offenbar verbessert. Vor allem das mächtige Opec-Land Saudi-Arabien will zusammen mit Russland eine höhere Förderung durchsetzen. Die Opec-Länder Iran, Irak, und Venezuela sperrten sich zuletzt dagegen. Der iranische Energieminister Bijan Namdar Zanganeh sagte am Mittwoch jedoch, er sei optimistisch, dass es zu einer Einigung kommen könne. Zuvor hatte er noch mit einem Veto gedroht.

Derzeit werde eine Anhebung der Fördermenge von 300.000 bis 1,5 Millionen Barrel täglich diskutiert, erklärt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. „Ein Anstieg um mehr als eine Million wäre aber völlig unrealistisch.“

Hintergrund des Treffens ist die seit Anfang 2017 eingerichtete Fördergrenze durch das „Opec+“-Bündnis. Dieses besteht aus den Opec-Ländern und weiteren großen Ölproduzenten wie Russland. Offenbar gibt es Bestrebungen, das eigentlich auf Zeit angelegte Bündnis zu einem dauerhaften Bund umzuwandeln.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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