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Rohstoffe Ölpreise holen nach Einbruch wegen Eskalation im Zollstreit wieder auf

Die Ölpreise legen am Freitagmorgen mehr als einen US-Dollar zu. Anleger sorgen sich allerdings, dass US-Präsident Trump sich zum Handel mit der EU äußern will.

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Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City in Oklahoma (USA). Quelle: dpa

Singapur Nach dem Kurseinbruch infolge der weiteren Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China haben sich die Ölpreise am Freitagmorgen ein Stück weit berappelt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 62,02 US-Dollar. Das waren 1,52 US-Dollar mehr als am Donnerstagabend. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,08 Dollar auf 55,03 Dollar.

Trotz der Erholung kostete Brent damit aber immer noch fast zweieinhalb Dollar weniger als zum Höchstkurs vom Donnerstag. Bei WTI war es eine Differenz von knapp drei Dollar. Ursache des Preisrutsches sind wieder hochgekochte Konjunkturängste, nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend neue Strafzölle auf chinesische Waren ankündigt und Peking mit weiteren Schritten gedroht hatte.

Die für September angekündigten Strafzölle von zehn Prozent auf Güter im Wert von 300 Milliarden Dollar (270 Milliarden Euro) könnten auf 25 Prozent oder „deutlich darüber hinaus“ erhöht werden, warnte Trump. Alles hänge vom Abschluss eines Handelsabkommens mit China ab.

Daraufhin waren Rohstoffpreise insgesamt stark unter Druck geraten. Der Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften der Welt war in den vergangenen Monaten bereits eine Belastung für die Weltwirtschaft. Der ohnehin schon trübe Ausblick für die globale Konjunktur habe sich weiter eingetrübt, sagte Analyst Stephen Innes von VM Markets. Lahmt die Wirtschaft wird auch weniger Öl als Grundstoff oder Zusatz vieler Produkte in fast allen Branchen benötigt.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgt, dass sich Trump zudem am Freitagabend (19.45 MESZ) zu den Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union äußern will. Händler befürchten auch eine Verschärfung des Tones im Handelskonflikt mit Europa.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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