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Rohstoffe Russland offen für erweitertes Opec-Abkommen

Das Scheitern der Gespräche zwischen Russland und den Opec-Staaten hatte zuletzt den Ölpreis gedrückt. Jetzt zeigt sich Russland bereit für ein neues Abkommen.

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Seit Jahresanfang ist der Ölpreis um gut 60 Prozent eingebrochen. Quelle: dpa

Russland hat sich angesichts des massiven Überangebots am Ölmarkt offen für ein neues Abkommen mit den Opec-Staaten gezeigt. Eine Opec+-Vereinbarung könnte möglich sein, wenn auch andere Länder sich daran beteiligten, sagte Kirill Dmitriew, Chef des russischen Staatsfonds.

„Gemeinsames Handeln der Länder ist nötig, um die weltweite Wirtschaft wiederherzustellen.“ Dmitriew und Energieminister Alexander Nowak waren die russischen Chef-Unterhändler bei der gemeinsam mit den Opec-Staaten vereinbarten Fördergrenze. Das Abkommen läuft am 31. März aus.

Das Scheitern der Gespräche zwischen Russland und den Opec-Staaten hatte den Ölpreis abstürzen lassen. Saudi-Arabien hat bereits angekündigt, seine Produktion hochzufahren.

Dmitriew ließ offen, welche Länder sich an einem neuerlichen Abkommen beteiligen sollten. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche signalisiert, sich zu einem angemessenen Zeitpunkt in den Konflikt einzuschalten.

Seit Jahresanfang ist der Ölpreis um gut 60 Prozent eingebrochen. Zusätzlich belastet wird der Preis für den wichtigen Rohstoff von der Coronavirus-Pandemie. Der Luftverkehr ist weltweit fast vollständig zum Erliegen gekommen, Firmen stehen still, die Menschen verzichten auf Autofahrten.

Eine weltweite Wirtschaftskrise sei unausweichlich, sagte Dmitriew. Die weltweite Verschuldung sei auf 323 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen, von 230 Prozent zur Zeit der Finanzkrise 2008. Das Virus sei nur noch der Auslöser für die Krise.

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