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Rückversicherer Münchener Rück kauft Aktien zurück

Die Münchener Rück macht sich auf einen Gewinnrückgang gefasst. Trotzdem gibt das Unternehmen eine Milliardensumme an seine Aktionäre zurück. Von Ende April an will der Konzern erneut eine Milliarde Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken.

Die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms hat die Münchener Rück am Donnerstag an die Dax-Spitze geschoben. Die Aktien verteuerten sich um zwei Prozent auf 153,55 Euro. Vom 1. Mai an bis zur Hauptversammlung am 23. April 2015 sollen bis zu 13 Millionen eigene Aktien für bis zu eine Milliarde Euro aufgekauft werden. Analysten hatten mit der Ankündigung eines erneuten Rückkaufprogramms erst im Herbst gerechnet. Ein ebenfalls eine Milliarde Euro schwerer, bis zur Hauptversammlung 2014 befristeter Aktienrückkauf läuft bereits seit November. "Die Aussicht auf den Aktienrückkauf treibt den Kurs, der Ausblick ist ja eher gedämpft", sagte ein Händler. Der weltgrößte Rückversicherer macht sich im laufenden Jahr auf einen Gewinnrückgang gefasst. Seit 2006 hat die Münchener Rück bereits 6,8 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien gesteckt.

Bereits im Februar hatte das Unternehmen die ersten Zahlen veröffentlicht. Im vergangenen Jahr konnte der Rückversicherer dank einer niedrigen Steuerquote noch 3,3 Milliarden Euro verdienen. Für 2014 rechnet der Vorstand mit rund 2,9 Milliarden Euro Gewinn. Verantwortlich dafür ist ein massiver Preiskampf bei der Absicherung gegen Naturkatastrophen und die Niedrigzinsen.

Ein besonders hoher Wettbewerbsdruck wird vor allem im April und im Juni erwartet. In diesen Monaten werden Verträge im Volumen von 3,2 Milliarden Euro für Japan und Amerika erneuert. Hierbei geht es besonders um den Schutz vor Naturkatastrophen. Den haben Großinvestoren und auch Hedgefonds als lukrative Investition entdeckt.

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Durch könnten die Gewinne zurückgehen. Für 2014 gehen Experten von 2,4 bis 2,5 Milliarden Euro aus. Vergangenes Jahr waren es noch 2,8 Milliarden Euro, 2012 sogar 3,1 Milliarden Euro.

Geringere Gewinne soll es auch aus den festverzinslichen Anlagen geben. 3,3 Prozent Rendite auf Kapitalanlagen - das wäre ein Rückgang um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

(Mit Material von Reuters)

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