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Saisonale Kursmuster Der Juli wird ein guter Börsenmonat

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Die besten Wochentage an der Börse

Die zehn erfolgreichsten Börsen
Platz 10: Österreich Quelle: dpa
Platz 9: Niederlande
Platz 8: Großbritannien Quelle: dpa
Platz 7: Deutschland
Platz 6: Frankreich Quelle: dpa
Platz 5: USA Quelle: dpa
Platz 4: Schweiz Quelle: AP

Weniger eindeutig fallen die saisonalen Muster bei Betrachtung der einzelnen Wochentage aus. Bis 1989 wies die Statistik den Montag als schlechtesten Tag für den Dow Jones aus. Seit 1990 hat sich das allerdings deutlich gewandelt. Ihre Papiere verkaufen sollten Anleger lieber nicht an einem Donnerstag oder am Freitag, denn diese sind seitdem regelmäßig schwache Börsentage. Hirsch erklärt das so: Die meisten Händler seien dann schon im Wochenende. Über die komplette Zeitreihe von 1953 bis 2011 gerechnet, hat der Wochenanfang die Nase vorn: Gute Tage für den Aktienverkauf sind demzufolge Montag bis Mittwoch, an diesen Tagen steigen die Kurse häufig. Der Dow Jones Index legte allein seit 1989 an den drei Tagen zusammen 13.108 Punkte zu, während er Donnerstag und Freitag insgesamt 3051 Punkte verlor.

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    Saisonale Kursmuster gibt es viele, aber nur wenige sind wirklich nachhaltig zu erklären, bemängeln Kritiker. Dazu gehört vielleicht das Schon-im-Wochenende-Muster. Ob auch die schwachen Sommermonate ("Sell in May", "Verkaufe im Mai") ein solches Muster sind, ist fraglich. Zuletzt trat der Kursverfall nur wegen der Angst um Griechenland ein, und nicht, weil die Anleger in den Ferien sind – die sonst übliche Erklärung des Musters.

    Für ein weiteres Muster gibt es jedoch eine gute Begründung: Wahljahre sind in der Regel gute Börsenjahre. Die amtierende US-Regierung um Präsident Barack Obama tue alles, damit es der Wirtschaft gut geht, und seine Wiederwahl nicht gefährdet ist, so die Theorie der Musterdeuter. Das spricht dann für steigende Aktienkurse. Und dann gibt es ja auch noch die berüchtigte Jahresendrally oder den guten Januar, der für ein gutes Jahr spricht und dieses Jahr auch zu den guten Januar-Monaten gezählt werden durfte.

    Am 2. Januar eröffnete der Dax den Handel übrigens bei 5900 Punkten – wir sind also mit aktuell rund 6130 Punkten immer noch deutlich im Plus und das trotz zwischenzeitlichem Auf und Ab, Griechenland-Turbulenzen, Banken-Misere in Spanien und gefühlter Baisse. Wer sich von den Schwankungen nicht verrückt machen lässt, tut also etwas für die Statistik.

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