Schaltbau, Abbott Labs, Airbus Die Anlagetipps der Woche

Das Bahntechnik-Unternehmen Schaltbau, Abbott Laboratories, Airbus und Fonds mit asiatischen Aktien: Aktien, Anleihen und Fonds für die Geldanlage.

Das sind die teuersten Flugzeuge der Welt
Die 737 ist Boeings Verkaufsschlager. Besonders die spritsparende Max-Variante des Mittelstreckenjets findet reißenden Absatz. In der größten Version, 737-Max 9, ist das Flugzeug laut Liste für 113,3 Millionen Dollar zu haben. Die günstigste Version der Baureihe ist die 737-700, die 78,3 Millionen Dollar kostet. Die Listenpreise der Hersteller bieten nur einen Rahmen. Mit den Endpreisen stimmen sie in der Regel nicht überein. Die Hersteller gewähren hier in der Regel deutliche Preisnachlässe.Hinweis: Airbus-Preisliste für das Jahr 2015, Boeing für 2014. Quelle: dpa
Spritsparen ist das Gebot der Branche. Was bei Boeing die Max-Variante, ist bei Airbus „Neo“. Auch das größte Modell der A320-Familie, die A321, wird in der Neo-Variante angeboten. Listenpreis: 124,4 Millionen Dollar. Hier im Bild die A320neo, sie kostet 106,2 Millionen Dollar. Die kleinere A318 bietet Airbus bereits für 74,3 Millionen Dollar an. Quelle: Reuters
191,5 Millionen Dollar muss berappen, wer sich eine 767 von Boeing in den Hangar stellen will. Die Goldenen Zeiten hat das Flugzeug allerdings hinter sich, es wird kaum noch bestellt. Quelle: dapd
Der neue Airbus A330neo wurde erst im Sommer 2014 vorgestellt. In der größeren Version A330-900neo kostet der Flieger 284,6 Millionen Dollar. Die Maschine löst die A330-300 ab, die gut 30 Millionen Dollar günstiger war. Quelle: PR
Boeings neue Großvariante des 787-Dreamliner ist gleich knapp 80 Millionen Dollar teurer als die 787-8. Mit einem Listenpreis von 297,5 Millionen Dollar ist das Flugzeug auch eins der teuersten der Welt. Ab 2018 soll es erstmals an eine Airline ausgeliefert werden. Quelle: PR
Die „Triple Seven“ ist ein gefragtes Modell. Das Flugzeug punktet mit seiner großen Reichweite. Der Preis beträgt laut Liste 330 Millionen Dollar. Bald ist die 777 auch als spritsparende Variante erhältlich. Quelle: dpa
Wir nähern uns den Top drei: Erst seit Anfang 2015 ist der neue Airbus A350 im Dienst. Die große Version des Langstreckenjets A350-1000 (im Bild unten) ist für 351,9 Millionen Dollar zu haben. Die A350-900 (oben) kostet laut Liste 304,8 Millionen. Insgesamt hat Airbus die durchschnittlichen Listenpreise seiner Flugzeuge von 2014 auf 2015 um 3,27 Prozent erhöht. Quelle: PR

Aktientipp: Schaltbau - Erste-Klasse-Ticket für deutsche Bahntechnik

Der amerikanische Eisenbahntechniker Wabtec übernimmt den französischen Konkurrenten Faiveley Transport. Bei einem Kaufpreis von 1,66 Milliarden Euro wird jeder Euro des jährlichen Geschäftsvolumens mit dem 1,4-Fachen bezahlt. Würde man einen solchen Preis auch für den bayrischen Verkehrstechnik-Spezialisten Schaltbau auf den Tisch legen, ergäbe das bei den in diesem Jahr angepeilten 485 Millionen Euro Jahresumsatz einen Marktwert von 680 Millionen. An der Börse kostet Schaltbau derzeit aber nur halb so viel.

Automatisch verdoppeln muss sich die Aktie deshalb nicht gleich, dennoch ist sie ein aussichtsreicher Spezialwert. Die Auftragslage ist gut: Im ersten Halbjahr kamen 14 Prozent mehr neue Bestellungen herein. Besonders stark wächst die 2014 übernommene polnische Rawag, ein Hersteller automatischer Türen.

Aktientipp Schaltbau

Für die Branche insgesamt rechnet das Beratungsunternehmen Roland Berger in den nächsten Jahren mit Wachstumsraten von mehr als drei Prozent pro Jahr. In Bewegung ist der Bahnmarkt schon jetzt. In China entsteht mit dem Verkehrskonzern CRRC ein neuer Branchenführer. Auch Schaltbau expandiert: Bei Führerpulten für Schienenfahrzeuge verstärken sich die Münchner durch die Mehrheitsübernahme der italienischen SPII. In Großbritannien hat Schaltbau seinen Anteil an einem Spezialisten für Türsysteme erhöht. Dass Schaltbau selbst übernommen wird, ist angesichts der Familien-Großaktionäre (insgesamt 22,6 Prozent Anteil) aber wenig wahrscheinlich.

Aktientipp: Abbott Labs - Durchgehend Dividende seit 91 Jahren

Abbott Laboratories ist ein Basisinvestment im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem die Amerikaner vor gut zwei Jahren das Geschäft mit Biopharmazeutika abgespalten und als neue Aktie unter dem Namen AbbVie an die Börse gebracht haben, konzentriert sich Abbott auf vier Sparten: medizinische Ernährung, Diagnostik, Gefäßtherapie und Generika. Das Produktspektrum reicht von Messsystemen zur Blutzuckerkontrolle, über Lasertechnik in der Augenheilkunde bis zu Herzklappen und Stents für die Gefäßchirurgie.

Den Schwerpunkt auf Medizintechnik und Diagnostik zu legen hat für Abbott mehrere Vorteile. Die teure Entwicklung immer neuer eigener Medikamente entfällt – und damit auch das Risiko, vom geschäftlichen Erfolg weniger Blockbuster abhängig zu sein. Stattdessen führt die Vielzahl der angebotenen Produkte zu einem stabilen Geschäftsverlauf.

Aktientipp Abbott Labs

Zu kurz kommt dabei die Rendite keineswegs. Nach dem guten ersten Halbjahr steuert Abbott auf einen deutlichen Gewinnanstieg auf mehr als drei Milliarden Dollar zu. Bei gut 20 Milliarden Dollar Jahresumsatz können das mehr als 15 Prozent Nettorendite werden.

Die operative Stärke ist umso bemerkenswerter, da Abbott einen großen Teil seines internationalen Geschäfts in den Schwellenländern macht. Zwar bekommt Abbott hier durchaus die Folgen schwacher Währungen zu spüren, doch der Bedarf an medizinischen Produkten ist enorm. Um zehn Prozent wuchs das Schwellenländer-Geschäft von Abbott im zweiten Quartal, Währungsschwankungen und kleinere Zukäufe mit eingerechnet.

Dank stabilem Geschäft und soliden Finanzen (48 Prozent Eigenkapitalquote) wird die Dividende für 2015 wieder etwas steigen; so wie jedes Mal in den vergangenen 43 Jahren. Und ausgefallen ist die Dividende seit 1924 noch nie.


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