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Software-Konzern Vor Börsengang der Tochter Qualtrics: SAP erhöht erneut die Preisspanne

Der Börsengang der SAP-Tochter Qualtrics könnte bis zu 1,7 Milliarden Dollar einbringen. SAP behält auch im Anschluss an den IPO weiter das Sagen.

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Den Erlös aus der Kapitalerhöhung will Qualtrics nach Walldorf weiterreichen. Quelle: dpa

Die Aktien der SAP-Tochter Qualtrics stoßen beim Börsengang an der New Yorker Nasdaq auf große Nachfrage. Qualtrics erhöhte die Preisspanne auf 27 bis 29 Dollar von bislang 22 bis 26 Dollar, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Montag hervorgeht.

Damit dürften die Einnahmen bei bis zu 1,68 Milliarden Dollar liegen. Im besten Fall käme Qualtrics damit nun auf einen Börsenwert von rund 15 Milliarden Dollar. Das ist weit mehr als die acht Milliarden Dollar, die der Walldorfer Dax-Konzern vor mehr als zwei Jahren für den Software-Anbieter aus den USA auf den Tisch gelegt hat, seinem letzten großen Zukauf.

Der Börsengang macht sich auch auf der Einnahmeseite von SAP bemerkbar, denn den Erlös aus der Kapitalerhöhung will Qualtrics letztlich nach Walldorf weiterreichen. Auch nach dem Börsengang behält SAP bei Qualtrics das Sagen: 84 Prozent der Aktien bleiben bei dem Softwareriesen.

Mit der Qualtrics-Plattform können Firmen und Behörden Feedback und Daten von Kunden und Mitarbeitern einsammeln, um diese in Echtzeit zu analysieren und weiterzuverarbeiten. Experten rechnen damit, dass das Wachstum der Plattform sich noch beschleunigen kann. Dazu könnten auch Partnerschaften mit SAP-Konkurrenten wie Salesforce.com oder Workday beitragen, die bisher nicht möglich waren.

An den US-Börsen herrscht zurzeit eine regelrechter Boom bei Neuemissionen – trotz der Coronakrise. Erst vergangene Woche war die Aktie des Münchner Online-Luxusmodehändlers MyTheresa bei ihrem Debüt an der Wall Street durchgestartet.

An der Frankfurter Börse steht Anfang Februar der IPO des Gebrauchtwagen-Händlers Auto1 an. Am Montag gab das Berliner Unternehmen weitere Details bekannt. Auch der Kult-Schuh Dr. Martens wird bald an der Börse gehandelt. Der Konzern geht in London aufs Parkett und gab zum Wochenauftakt ebenso weitere Informationen bekannt. Beide Unternehmen wollen etwa 1,5 Milliarden Euro einnehmen.

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