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Soziales Netzwerk unter Druck Was Facebook-Anleger wirklich erwartet

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Negative Schlagzeilen

Die größten Börsengänge weltweit
Telekom Quelle: dapd
Platz 10Japans Telekommunikations-Riese Nippon Tel ging bereits 1987 an die Börse und nahm 15,3 Milliarden Dollar ein. 1999 wurde der Konzern umstrukturiert und ging in der NTT Communications Corp auf. Im Bild NTT-Präsident Masanobu Suzuki. Quelle: AP
General Motors Quelle: dpa
Facebook Quelle: dpa
Platz 7Der italienische Energieversorger Enel SpA beschäftigt über 58.000 Mitarbeiter. Bei seinem Börsengang im Jahr 1999 konnte der Konzern 16,5 Milliarden Dollar einsammeln. Quelle: REUTERS
Platz 6Ein Blick auf den AIA-Turm in Hong Kong. Die asiatische Sparte des US-Versicherers AIG nahm bei seinem Börsengang im Oktober 2010 17,8 Milliarden Dollar ein. Quelle: REUTERS
visa Quelle: dapd

Theoretisch wäre das möglich. In der Praxis würde das allerdings weitere Klagen von Anlegern nach sich ziehen, die sich durch den aus ihrer Sicht verpatzten Börsengang ohnehin schon geprellt fühlen. „Facebook hätte schon vor Jahren an die Börse gehen müssen“, sagt Paul Deninger, Geschäftsführer der Investmentbank Evercore Partners. Dann hätte die Bewertung mitwachsen können; so wurden die Lorbeeren schon zum Börsengang auf Jahre im Voraus geerntet.

Und die negativen Schlagzeilen über Facebook reißen nicht ab: wie über Klickbetrug. Tom Mango, auf dessen Web-Seite Limited Run Künstler ihre Werke anbieten können, behauptet, dass 80 Prozent der Klicks auf die von seinem Unternehmen gekauften Facebook-Werbeanzeigen maschinell erzeugt waren, also nicht von Nutzern aus Fleisch und Blut. Facebook bestreitet das. Doch da rund 84 Prozent der Einnahmen von Facebook aus Werbung stammen, sind solche Vorwürfe extrem geschäftsschädigend.

Aktien aus der Technologiebranche und ihre Kurschancen

Auch Spielanbieter Zynga hat Probleme

Börse



Hinzu kommt, dass immer mehr Facebook-Nutzer das soziale Netzwerk über ihre Smartphones nutzen. Rund 100 Millionen inzwischen sogar ausschließlich. Werbung auf Handydisplays ist jedoch weitaus weniger akzeptiert als auf dem heimischen Computermonitor und derzeit auch viel schlechter bezahlt. Zuckerberg will die Klippe umschiffen, indem er die Transaktionserlöse von Facebook ausbaut.

Wenn Spieleanbieter virtuelle Waren für ihre Produkte über Facebook verkaufen, erhält das soziale Netzwerk 30 Prozent der Erlöse. Doch der Großkunde Zynga, dessen Provisionszahlungen und Werbeausgaben 14 Prozent des Facebook-Umsatzes ausmachen, steckt derzeit selber in der Krise. Nur im Verlust schlägt Zynga Facebook: Der Kurs hat sich vom Top gefünftelt.

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