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Tech-Aktien So profitieren Sie von der Smartphone-Revolution

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Googles Cashcow und Facebooks Absturz

Ein Blick in das Berliner Google-Büro
Google Berlin
Google Berlin
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Google
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Die Google-Aktie hat deshalb kürzlich ein neues Allzeithoch erklommen. Allerdings ist nicht garantiert, dass die Zukunft so rosig bleibt. Denn mit der kürzlich abgeschlossenen Übernahme des Handyherstellers Motorola begibt sich Page auf Neuland. Zwar kann Google nun via Motorola wie Apple Hard- und Software aus einer Hand anbieten und vor allem seine Dienste und Angebote besser darauf platzieren. Doch das Hardwaregeschäft hat in der Regel dünne Margen und hängt besonders bei Smartphones nicht nur vom Wohlwollen der Käufer, sondern auch davon ab, wie stark die Geräte von Mobiltelefongesellschaften beworben und bezuschusst werden. Vor allem aber könnte Google mit seinen eigenen Handys langjährige Verbündete wie Samsung verärgern, was die Verbreitung von Android schmälern würde.

Allerdings bleibt Google wohl kaum etwas anderes übrig, als in die Offensive zu gehen. Denn die hohe Android-Verbreitung ist keine Garantie für Erfolg. Amazon beispielsweise hat Android für sein Kindle Fire Tablet so umgestrickt, dass die in Konkurrenz zu Google stehenden Angebote wie Videos zuerst promotet werden.

Floppen die Smartphones von Motorola, dürfte das den Profit von Google im nächsten Jahr erheblich drücken. Dass der immer noch hoch sein wird, dafür steht allerdings das Online-Werbeanzeigengeschäft von Google, das derzeit nahezu konkurrenzlos ist.

Facebook: Runter auf 15?

Eine solche Cash-Cow fehlt Facebook noch. Die Diskussion über die Veränderung der Tech-Welt hat der ohnehin gebeutelten Aktie eher geschadet als genutzt. Anfang September erreichte sie mit 17,55 Dollar einen neuen Tiefstand. Anlegern missfällt es, dass immer mehr Nutzer das soziale Netzwerk über ihre Smartphones ansteuern. Hier erwirtschaftet Facebook allerdings deutlich weniger Werbeeinnahmen als über den Desktop.

Doch im Silicon Valley wird spekuliert, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg sich bislang beim Monetarisieren seiner mobilen Anwendung zurückgehalten hat, um den Übergang auf das neue Medium nicht zu stören. Weil Apple, Google und Microsoft versuchen, ihre jeweiligen mobilen Betriebssysteme durchzudrücken, wird die Tablet- und Smartphone-Welt in den kommenden Jahren noch stark fragmentiert sein. Facebook hat die große Chance, sich als Mittler zwischen diesen Welten zu etablieren, also beispielsweise den Austausch von Kommunikation und Medien zwischen Apples iOS-, Googles Android- und Microsofts Windows-8-Mobilgeräten zu erleichtern.

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Um neutral zu bleiben, hat Facebook Pläne für ein eigenes Handy wieder eingemottet. Nachdem Zuckerberg auf einer Konferenz enthusiastisch das Einnahmepotenzial von Smartphones pries, stieg die Aktie auf über 23 Dollar – der Börsenwert war damit neunmal so hoch wie der Umsatz. Das lässt Apple mit einem Wert von 4,2 schon wie ein Schnäppchen aussehen.

Facebook sei viel zu teuer, meint deshalb das einflussreiche US-Anlegermagazin "Barron’s", und proklamierte einen fairen Wert von 15 Dollar. Der WirtschaftsWoche-Kooperationspartner beförderte die Aktie damit mal eben um zehn Prozent nach unten, auf unter 20 Dollar. Die Gefahr, dass das "Barron’s"-Kursziel demnächst erreicht wird, ist durchaus nicht gebannt.

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