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Topix, Nikkei & Co Asiens Börsen vor Zinsentscheid in Japan unter Druck

Anleger warten gespannt auf die geldpolitische Entscheidung der japanischen Notenbank. Zudem gerät der High-Tech-Sektor unter Druck.

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Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel. Quelle: AP

Tokio Die Turbulenzen bei den Technologiewerten haben Anlegern in Asien am Dienstag die Stimmung verdorben. Ihr Augenmerk richten die Börsianer zudem auf die Bank von Japan. Es wird damit gerechnet, dass die japanische Notenbank ihr umfangreiches Wertpapierkaufprogramm antastet. Medien haben zuletzt darüber berichtet, dass die Bank von Japan über Wege nachdenkt, ihr Kaufprogramm nachhaltiger zu gestalten und möglicherweise die Käufe von börsengehandelten Indexfonds anzupassen.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,3 Prozent. In Japan notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Mittag 0,3 Prozent tiefer bei 22.477 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,9 Prozent nach auf 1752 Zähler. In den USA hatten Kursverluste bei Hochtechnologiewerten die Börsen belastet. Händler machten dafür Zweifel verantwortlich, ob der hochbewertete High-Tech-Sektor seinen rasanten Wachstumskurs fortsetzen kann.

Der Yen legte leicht zu, ein Dollar kostete 111,00 Yen. Die Analysten von NAB sagten, die Kursgewinne vor dem Zinsentscheid liefen nun langsam aus. „Wenn man in die Zukunft blickt, wird eine Bank von Japan, die noch lange Zeit sehr konjunkturstimulierend vorgeht, unsere Erwartung weiterer Kursgewinne beim Yen angesichts seiner historisch niedrigen Bewertung und der Annahme eines schwächeren Dollar infrage stellen.“

Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,1703 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9878 Franken je Dollar und 1,1564 Franken je Euro gehandelt.

Unterdessen hat Japans Industrie angesichts des Handelskonflikts mit den USA den zweiten Monat in Folge ihre Produktion gedrosselt. Die Firmen stellten im Juni 2,1 Prozent weniger her als im Vormonat, wie aus Daten vom Dienstag hervorgeht. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich ein Minus von 0,4 Prozent erwartet, nach einem Rückgang von 0,2 Prozent im Mai.

Für die kommenden Monaten sind die Aussichten jedoch günstiger: Einer Umfrage des Wirtschaftsministeriums zufolge rechnen die Firmen im Juli mit einem Produktionsplus von 2,7 Prozent und für August mit plus 3,8 Prozent.

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