Topix, Nikkei und Co. Geplante US-Strafzölle schicken Japan-Börse auf Talfahrt

Nach Trumps Ankündigung, Stahl- und Aluminiumeinfuhren mit hohen Zöllen zu belegen, fällt der Nikkei-Index um fast drei Prozent.

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio. Quelle: AP

TokioDie Ankündigung von US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte haben am Freitag den japanischen Börsen zugesetzt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel im Vormittagshandel um 2,9 Prozent auf 21.101 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 2,2 Prozent auf 1701 Zähler nach.

Insbesondere Aktien von Stahlfirmen, Aluminiumkonzernen und Autobauern standen auf den Verkaufszetteln der Händler. Die erste Reaktion auf die Zoll-Ankündigung von US-Präsident Donald Trump sei sehr negativ, sagte Aktienstratege Takuya Takahashi von Daiwa Securities. „Autobauer werden die Kosten tragen müssen und eventuell auch die Preise erhöhen.“ Das seien keine guten Aussichten für die Autobauer, da die Verkäufe ohnehin schleppend seien.

Hinzu kommt eine starke japanische Währung, die die Absatzchancen der Auto-Hersteller auf dem Weltmarkt schmälert. Unter die Räder kamen beispielsweise Toyota-Aktien mit einem Abschlag von 2,6 Prozent oder Honda mit einem Minus von 3,9 Prozent.

An den Devisenmärkten geriet der Dollar unter Druck. Im Gegenzug gewann der Euro leicht auf 1,2279 Dollar. Der Dollar verlor zum Yen 0,2 Prozent auf 106,06 Yen. Der Schweizer Franken notierte mit 0,9400 je Dollar, zum Euro wurde er bei 1,1546 gehandelt.

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