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Topix, Nikkei und Co. Konjunktursignale aus China schieben Asiens Aktienmärkte an

China will mit weiteren Maßnahmen die Konjunktur stützen und gibt den asiatischen Börsen damit Auftrieb. Nintendo profitiert von Gerüchten rund um Apple.

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Passant vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: AP

Schanghai Die Tokioter Börse hat am Dienstag zugelegt. Ermutigt habe die Anleger, dass die Regierung in China weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur in Aussicht gestellt habe, sagten Händler. Zudem habe ein schwächerer Yen Exportwerten Auftrieb verliehen. Nach dem Feiertag in Japan am Montag sei damit ein guter Start in die Woche gelungen.

Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis zum Mittag um 0,9 Prozent auf 20.544 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit dreieinhalb Wochen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,6 Prozent. Der chinesische Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen legte ebenfalls 0,6 Prozent zu.

Die chinesische Führung will sich mit größeren Steuer- und Abgabensenkungen gegen die Konjunkturabkühlung stemmen, wie das Finanzministerium in Peking am Dienstag mitteilte. Vor allem kleinere Firmen und Industrieunternehmen sollten damit entlastet werden. Dies könne über Änderungen an der Mehrwert- und der Einkommenssteuer geschehen.

Zugleich sollen allerdings die staatlichen Ausgaben um mehr als fünf Prozent gesenkt werden. Wo gespart werden soll, erläuterte das Ministerium nicht. Die Zentralbank kündigte an, die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an kleinere Unternehmen zu ermutigen.

China hat für einen Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit und einer Stärkung des Binnenkonsums geringere Wachstumsraten in Kauf genommen. Zuletzt bekam die Volksrepublik aber auch zunehmend den Handelsstreit mit den USA und die globale Konjunkturabschwächung zu spüren.

So schrumpften die Exporte im Dezember um 4,4 Prozent zum Vorjahr und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Nachricht wirkte sich am Montag negative auf den Börsenhandel in Deutschland und den USA aus.

Die staatliche Planungskommission versprach, der Wirtschaft zu einem guten Start ins Jahr zu verhelfen und deutete damit zusätzliche Konjunkturmaßnahmen an. So solle etwa der Markt für Autos und Haushaltsgeräte stabilisiert werden.

Zu den größten Gewinnern in Tokio gehörte die Nintendo-Aktie, die um fünf Prozent in die Höhe sprang. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, in dem angedeutet wird, dass Apple an dem japanischen Spielekonsolen-Hersteller interessiert sein könnte.

Der Euro notierte im fernöstlichen Handel zum Dollar kaum verändert bei 1,1483 Dollar. Zur japanischen Währung schwächte sich die US-Devise um 0,2 Prozent auf 108,46 Yen ab.

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