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Trading In Amsterdam wird es wohl keine Bonuslimits für Speedtrader geben

Amsterdam gewinnt im Hochfrequenzhandel an Bedeutung. Die neuen Kapitalvorschriften der EU für Wertpapierfirmen könntend das Image weiter stärken.

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Die Unterhändler in Brüssel haben seit Monaten daran gearbeitet, die strengeren Regeln zu verhindern. Quelle: dpa

Amsterdam Hochfrequenzhändler in den Niederlanden können aufatmen. Die Boni der niederländischen Hochfrequenzhändlern, die zu den aktivsten weltweit zählen, werden im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht beschränkt werden. Das geht aus den neuen Kapitalvorschriften der EU für Wertpapierfirmen hervor.

Das wäre ein Erfolg für die Bemühungen, den wachsenden Status von Amsterdam als Zentrum der Branche nach dem Brexit zu schützen. Die Unterhändler in Brüssel haben seit Monaten daran gearbeitet, den Sektor von Beschränkungen in der kommenden EU-Gesetzgebung auszunehmen.

Das Ergebnis würde es den Niederlanden ermöglichen, ihre eigenen Beschränkungen festzusetzen – oder gar keine Beschränkungen. Das würde das geltende System verlängern, das den Eigenhandelsfirmen freie Hand bei der Vergütung gibt, aber Banker mit einer Bonusobergrenze von 20 Prozent des Festgehalts trifft.

Im Rahmen der Vereinbarung, die Anfang dieses Monats bekannt gegeben wurde, könnten EU-Mitgliedstaaten „Bonusbeschränkungen“ für alle oder bestimmte Arten von Investmentfirmen auferlegen. Die Änderung, die noch endgültig verabschiedet werden muss, ist in den neuen Kapitalvorschriften für Wertpapierfirmen, einschließlich Vermögensverwalter und Eigenhändler, die auf Aktien-, Derivate- und Rohstoffmärkten eigenes Geld einsetzen, enthalten.

Wenn dies in am Mittwoch beginnenden Gesprächen mit dem Europäischen Parlament bestätigt wird, bedeutet der Deal, „dass eine strengere Bonus-Obergrenze für Wertpapierfirmen gilt und dass Eigenhändler davon ausgenommen bleiben“, sagte ein Sprecher der ständigen Vertretung der Niederlande bei der EU.

Der Schritt könnte das Image Amsterdams als ein Standort für Unternehmen, die auf Eigenhandel setzen, in der EU weiter stärken. Die heimischen Hochfrequenzhändler der Niederlande sind bei börsennotierten Fonds (ETFs) und ähnlichen Produkten am stärksten vertreten.

Die niederländische Finanzmetropole hat bereits die Algorithmus-Händler Quantlab Financial, Jump Trading und Radix Trading für einen Umzug angelockt. Handelsplätze, die von Cboe Global Markets, Tradeweb Markets und Bloomberg, der Muttergesellschaft von Bloomberg News, betrieben werden, tun dies ebenfalls.

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