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Trotz Sanktionen Russischer Industriemagnat will an Londoner Börse

Seit Beginn der Sanktionen im Ukraine-Konflikt hat es keinen großen Börsengang eines russischen Unternehmens in London gegeben. Oleg Deripaska will mit seinem Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft nun der erste sein.

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Der Industriemagnat will sein in der Gruppe En+ gebündeltes Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft in der britischen Hauptstadt und in Moskau an die Börse bringen. Quelle: Reuters

Moskau Der erste große Börsengang eines russischen Unternehmens in London seit Beginn der Sanktionen im Ukraine-Konflikt vor rund drei Jahren rückt näher. Der Industriemagnat Oleg Deripaska will sein in der Gruppe En+ gebündeltes Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft in der britischen Hauptstadt und in Moskau an die Börse bringen. Dabei werden Einnahmen von 1,5 Milliarden Dollar angepeilt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit dem Geld sollen Schulden abgebaut werden. Die für November erwartete Erstnotiz in London dürfte ein Test für das Interesse der Investoren an russischen Unternehmen sein, das nach Beginn der westlichen Russland-Sanktionen in der Ukraine-Krise 2014 abgenommen hatte. Zugleich könnte es den Finanzplatz London stärken, an dem es seit dem Brexit-Votum für einen britischen EU-Austritt im vorigen Jahr weniger Börsengänge gibt.

Früheren Insider-Informationen zufolge könnte EN+ bei dem Börsengang mit bis zu zehn Milliarden Dollar bewertet werden. En+ besitzt unter anderem einen 48-Prozent-Anteil an Rusal, einem in Hongkong gelisteten russischen Aluminiumhersteller. Dieser ist Großkunde von Energie, die in Wasserkraft-Unternehmen von En+ produziert wird.

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