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Türkische Lira Erdogan drückt Währung auf ein Rekordtief

Mit steilen Worten hat der türkische Präsident Erdogan die türkische Lira auf Talfahrt geschickt. Der Staatschef wetterte gegen das Horten von Devisen und hohe Zinsen – und erklärte den Weg zu neuem Wachstum.

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Die Währung reagierte zügig auf die Äußerungen den Staatschefs. Quelle: Reuters

Ankara Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Bürger dazu aufgerufen, ausländische Devisen in Gold oder die Landeswährung Lira zu tauschen. Wer Fremdwährungen „unter dem Kopfkissen“ horte, solle sie jetzt umtauschen, sagte der Staatschef am Freitag in Ankara. Zugleich betonte er, der Weg zu höherem Wachstum führe nur über niedrigere Zinsen. „Mehr sage ich dazu nicht. Wir werden Investoren den Weg mit niedrigen Zinsen bahnen“, fügte er hinzu. Die Äußerungen Erdogans drückten die Landeswährung unmittelbar nach der Rede auf ein Rekordtief zum Dollar. Die Währung hat dieses Jahr zum Dollar bereits um 17 Prozent abgewertet.

Die Schwäche der Lira macht es den Währungshütern schwer, die von Erdogan eingeforderte geldpolitische Lockerung in die Tat umzusetzen. Die Zentralbank hatte sich jüngst über die Warnungen des Präsidenten vor einer Hochzinspolitik hinweggesetzt und erstmals seit Jahren die Zügel gestrafft.

Die Türkei importiert deutlich mehr Waren als sie exportiert, wodurch ihre internationalen Verbindlichkeiten ansteigen. Die Schwäche der Lira macht Einfuhren teurer – insbesondere Energie. Vor diesem Hintergrund halten es manche Experten für nicht ausgeschlossen, dass die von der Politik unabhängigen Währungshüter geldpolitisch weitere Schritte nach oben folgen lassen.

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