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Twitter Erfolgreich an der Börse mitzwitschern

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Twitter birgt Risiken

Maßlose Kursgewinne: Aktueller Wert eines 1.000$-Investment beim Börsengang ausgewählter Internet-Unternehmen (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: Statista

Es überrascht, dass es Twitter bis heute nicht gelungen ist, schwarze Zahlen zu schreiben. Denn Werbung über soziale Medien ist inzwischen etabliert. Hinzu kommt, dass Twitters Umsatz zunehmend nur dank Zukäufen wächst. In den ersten neun Monaten des Jahres verdoppelte er sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings hat Twitter in diesem Jahr acht Unternehmen für rund 600 Millionen Dollar erworben und so einen Teil des Wachstums per Scheckbuch finanziert.

Pluspunkte: Das einstige Startup ist eine weltweit bekannte Marke und noch immer eine der populärsten Anwendungen auf Smartphone und Tablets. Und Twitters Zukunft spielt sich dank des Booms der Online-Werbung in einem Wachstumsmarkt ab.

Twitter geht an die Börse

Facebook hat zudem bewiesen, dass Werbung auch auf Smartphones von den Nutzern toleriert wird. 75 Prozent von Twitters Klientel nutzt den Dienst über Smartphones und Tablets. 70 Prozent des Anzeigenumsatzes kommen bereits über mobile Werbung.

Mit dem Kauf von MoPub hat sich Twitter zudem einen Spezialisten für mobile Werbung gesichert, der Anzeigen auf einer Vielzahl von Angeboten für Smartphone- und Tablet-Nutzer verteilt. Twitters Erkenntnisse über Trends im Markt könnten das effektiver machen und zusätzliche Einnahmequellen abseits des eigenen Angebots erschließen.

Wichtige Datenquelle

Mehr noch: Es sieht ganz danach aus, als ob Twitter-Chef Dick Costolo das Erreichen der Gewinnschwelle bewusst für die Zeit nach dem Börsengang geplant hat, um dann bei seinen Aktionären umso stärker auftrumpfen zu können.

Twitter birgt zwar Risiken. Sein Service erschließt sich nicht allen. Der Wettbewerb um Werbekunden ist zudem hart und hat wegen Überangebots die Anzeigenpreise nach unten getrieben.

Börse



Allerdings hat – von Hedgefonds mal abgesehen – niemand ein Interesse daran, dass Twitters Börsengang ein Flop wird und das Unternehmen in die Krise treibt. Denn der Kurznachrichtendienst erlaubt die Vorlieben und Bedürfnisse von Nutzern nicht nur zu erfassen, sondern diese sogar direkt anzusprechen. Damit ist er ein gewaltiger Datenschatz und zugleich Trendbarometer. Und somit eine wichtige Komponente für den kommenden Wachstumsmarkt der Datenanalyse. Twitter ist also als etablierter Datenkanal zu wichtig, um ihn scheitern zu lassen.

Deshalb dürfen Anleger sich auch eine kleine Portion ins Depot legen und mitspekulieren.

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