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US-Börse Der Dow Jones erlebt einen Rekordhoch

Feuerwerk an der US-Börse: Die Dow-Jones-Index hebt sich auf den höchsten Stand seiner Geschichte. Das chinesische Wachstum und die weltweite Geldflut, ausgelöst von den Zentralbanken, berauscht die Börsianer.

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Der Aktionär vom 15. Januar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Der Aktionär vom 6. Februar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Focus Money vom 12. Februar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Der Aktionär vom 13. Februar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Barron's vom 4. Februar 2012 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Börse Online vom 24. Januar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online
Focus Money vom 30. Januar 2013 Quelle: WirtschaftsWoche Online

Angetrieben von der Spekulation auf weitere Geldspritzen der Notenbanken haben sich die Anleger an den internationalen Börsen kräftig mit Aktien eingedeckt. An der Wall Street erreichte der Dow-Jones-Index am Dienstag den höchsten Stand seiner Geschichte. Der Dax schloss mit einem Plus von 2,3 Prozent bei 7870,31 Zählern so hoch wie seit Januar 2008 nicht mehr. Damit machten die Indizes all ihre Verluste wett, die sie im Zuge der Finanzkrise einstecken mussten.

"Den heutigen Handelstag werden die Anleger an den internationalen Finanzmärkten so schnell nicht vergessen", kommentierte Marktanalyst Stefan Hötte von IG Markets das Geschehen. Viele Börsianer wunderten sich, dass es ohne konkrete Gründe so deutlich nach oben ging. "Die Aktienmärkte reiten auf der Welle des billigen Notenbank-Geldes", sagte Investmentstratege Alan Gayle von Ridgeworth Investments. "Deshalb testen sie ihre alten Rekordhochs, aber sie strecken sich sehr weit, um noch an die letzten Früchte zu gelangen. Das macht sie zugleich anfällig."

Der Rekordhaushalt in China zur Ankurbelung des Wachstums in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ermutigte die Anleger zusätzlich. Auch der überraschend positive ISM-Index für das nicht verarbeitende Gewerbe in den USA trug zur Euphorie bei. Der weiterhin ungelöste US-Haushaltsstreit und die schwierige Regierungsbildung in Italien gerieten dabei fast schon in Vergessenheit.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten stieg zum Handelsschluss in Europa um ein Prozent auf 14.275 Punkte und übertraf damit seinen alten Höchststand von 14.198 Zählern deutlich. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 1,1 Prozent auf 1541 Zähler vor. Der Nasdaq kletterte um 1,4 Prozent auf 3225 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 2,4 Prozent auf 2683 Punkte.

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    Das Rekordhoch im Dow Jones trieb auch Devisenanleger wieder in den Dollar. Der Euro gab seine Gewinne ab und notierte bei 1,3019 Dollar unter Vortagesniveau.

    Marktstratege David Kelly von JP Morgan Asset Management sagte, dass die niedrige Zinspolitik der Notenbanken höhere Aktienkurse rechtfertige. "Da außerdem die Risiken für die Märkte geringer geworden sind, fließt das Geld in die Aktienmärkte, denn es kann nirgends sonst hin."

    Die Notenbanken versprechen weitere Geldgeschenke

    Fünf für die Ewigkeit
    BASF Quelle: dpa
    China Mobile Quelle: REUTERS
    Coca-Cola Quelle: dapd
    Altria Quelle: AP
    Royal Dutch Shell Quelle: dpa

    Anleger stützten ihre Spekulationen unter anderem auf Aussagen der Vize-Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen. Sie hatte am Montag betont, dass eine Fortsetzung der aggressiven Anleihe-Käufe notwendig sei, weil die US-Konjunktur weiterhin schwächele. Der designierte Chef der Bank von Japan, Haruhiko Kuroda, gilt ebenfalls als Verfechter einer ultra-lockeren Geldpolitik zur Ankurbelung der Konjunktur. Angesichts der drohenden Rezession in Großbritannien gehen Börsianer zudem davon aus, dass die Bank von England nach ihrer Ratssitzung am Donnerstag neue Anleihe-Käufe ankündigen wird. Am gleichen Tag erläutert die Europäische Zentralbank ihren weiteren Kurs in der Geld- und Zinspolitik. Dass die Anleger auch das durch die Geldschwemme steigende Risiko einer höheren Inflation kalt ließ, war am Goldpreis ablesbar. Das Edelmetall verteuert sich zunächst um bis 0,8 Prozent, am späten Nachmittag lag der Preis aber nahezu unverändert bei 1574 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

    Zu den größten Gewinnern zählten europaweit die Finanzwerte, die üblicherweise stark auf Bewegungen des Gesamtmarktes reagieren. Der Index für die Banken der Euro-Zone gewann 2,6 Prozent.

    Mit einem Plus von 5,8 Prozent auf 17,99 Euro schlossen die Aktien der Deutschen Post als Dax-Spitzenreiter. "Das Management hat geliefert, was es für das Jahr 2012 versprochen hat", fasste DZ-Bank-Analyst Robert Czerwensky das Ergebnis des Bonner Konzerns zusammen. Die Prognose für den operativen Gewinn 2013 liege im Rahmen der Analystenerwartungen. Die Post hat für 2012 einen Gewinnsprung verbucht und für das laufende Jahr ein weiteres Plus prognostiziert.

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