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US-Börse Welche Börsengesetze heute ungültig sind

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Kaum spürbare Auswirkungen auf die Märkte

Börsenperlen aus Krisenstaaten
Arbeiter auf einer Offshore-Plattform Quelle: PR
Arbeiter in einem Fiat-Werk in der Nähe von Neapel Quelle: dapd
Eine Fabrik des Geräteherstellers Indesit in Russland Quelle: PR
Zwei Passanten benutzen öffentliche Telefonanlagen des spanischen Unternehmens Telefónica. Quelle: PR
Logo der Lotteriegesellschaft Opap Quelle: PR

Zweitens: „Die Aussicht auf steigende Steuern lässt die Aktienkurse purzeln, sobald die Anleger die Gefahr wittern.“

Auch wieder falsch. Keith Lerner, Marktstratege bei der SunTrust Bank, hat Datenreihen ab 1930 untersucht und festgestellt, dass höhere Grenzsteuersätze kaum spürbare Auswirkungen auf die Märkte haben. Seinen Berechnungen zufolge belief sich die durchschnittliche Aktienmarktrendite seit 1930 in Jahren, in denen der oberste Grenzsteuersatz um mindestens drei Prozentpunkte angehoben wurde, auf 14,4 Prozent; im der Erhöhung jeweils vorangehenden Jahr lag sie bei durchschnittlich 12,6 Prozent. Somit lassen sich im Vorfeld von Steuererhöhungen keine verstärkten Verkäufe feststellen. Deutlich niedriger, bei 10,7 Prozent, lagen die durchschnittlichen Aktienrenditen übrigens in Jahren, in denen die Steuern sogar gesenkt wurden.

Drittens: „Die Unternehmensgewinne, die ein historisches Hoch erreicht haben, werden wieder fallen müssen und die Fundamentaldaten der Aktien verschlechtern.“

Die durchschnittlichen Gewinnmargen der US-Unternehmen sind zwar tatsächlich sehr hoch. Doch man muss sie ins Verhältnis zum Wert der Unternehmen setzen.

Die Eigenkapitalrendite etwa – das ist der Gewinn je Aktie dividiert durch den Buchwert – hat aber noch Luft nach oben; sie liegt noch kaum höher als der historische Durchschnitt. Der banale Grund ist der dank hoher Barmittel auf Rekordhöhe gestiegene Buchwert der Unternehmen.

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Fazit: Fast alle wichtigen Kennzahlen sprechen derzeit für weitere Kurssteigerungen. Korrekturen sind zwar wahrscheinlich. Das erste Quartal geht zu Ende, und damit kommt die Zeit für die üblichen Neupositionierungen und Gewinnmitnahmen. In den USA haben Unternehmensinsider zuletzt eifrig Aktien verkauft.

Aber auf die mittlere und längere Frist spricht nach wie vor einiges für weiter steigende Kurse. Zahlreiche unterinvestierte institutionelle Investoren etwa haben ihre aktienskeptische Haltung aufgegeben. Der Markt – unbeirrt vom hektischen Auf und Ab nach jeder neuen Pressekonferenz in Brüssel – bezieht seine Dynamik auf lange Sicht aus den Mittelumschichtungen dieser Investoren und aus der Gewinnentwicklung der Unternehmen.

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