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US-Immobilienkrise Verdienen mit der nächsten US-Immobilienblase

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Online-Handel bedroht die Malls

Dunkle Wolken ziehen auch am Markt für US-Einzelhandelsimmobilien auf. Zwischen den Jahren 2000 und 2008 boomte dieser Markt noch. Die Verkaufsfläche des US-Einzelhandels vergrößerte sich um durchschnittlich 27 Millionen Quadratmeter pro Jahr. 2013 wuchs die Fläche nur noch um knapp vier Millionen Quadratmeter. Schon während des Baubooms schrumpften die Einzelhandelsumsätze ebenso wie die verfügbaren Einkommen von rund 90 Prozent der US-Bevölkerung. Eine zusätzliche Belastung für den stationären Einzelhandel ist der Siegeszug von Amazon und Co. Das Online-Handelsvolumen hat sich seit 2008 verdoppelt.

In den USA gibt es heute etwa 1100 Shoppingmalls. Das Rückgrat dieser Einkaufstempel sind oft die Filialen von Sears und J.C. Penney. J.C. Penney hat gerade die Schließung von 33 Läden angekündigt, Sears machte seit 2010 bereits rund 300 Filialen dicht. Branchenkenner Michael Burden vom Beratungsunternehmen Excess Space Retail Services rechnet in den nächsten fünf bis zehn Jahren mit einem Rückgang der Einzelhandelsflächen um ein Drittel bis zur Hälfte. Mit dem Verschwinden von Sears und J.C. Penney bekämen auch auf Shoppingmalls spezialisierte und hoch verschuldete Real Estate Investment Trusts wie Simon Property oder General Growth Properties (GGP) Probleme.

Hedgefondsmanager Bill Ackman hat bereits das Signal zum Ausstieg gegeben. Der Chef von Pershing Square Capital gilt als Kenner von Einzelhandelsketten wie Sears und J.C. Penney und als Spezialist für Einkaufszentren. Sein acht Milliarden Dollar schwerer Fonds war vor vier Jahren an der Rettung von GGP beteiligt, mit einem Kapitaleinsatz von 60 Millionen Dollar. Der zweitgrößte Eigentümer von Shoppingmalls stand damals vor dem Bankrott. Jetzt hat sich Ackman bei GGP wieder verabschiedet, mit einem Milliardengewinn.

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Privatanleger, die auf einen Einbruch am US-Immobilienmarkt wetten wollen, müssen das indirekt tun. In unserer Chartgalerie haben wir Shortzertifikate auf Aktien von US-Hausbauunternehmen, Banken, REITS und Einzelhandelsketten aufgelistet. Mit ihnen wetten Anleger auf fallende Kurse.

Noch ist es vermutlich zu früh, die Papiere zu kaufen: Vor der ersten US-Subprime-Krise wurde mehrere Jahre gewarnt, bis sie dann, dafür aber um so heftiger, 2007 ausbrach. Anleger sollten den Markt auf dem Radar behalten. Und bei einer Zuspitzung der Krise schadet es sicher nicht zu wissen, auf welche Produkte dann zu setzen ist.

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