US-Notenbank Fed-Chef Powell gibt Signale für Zinserhöhung

Jerome Powell, der neue Chef der US-Notenbank, zählte bei seinem ersten Auftritt die Gründe für höhere Zinsen auf.

Der neue Fed-Chef spricht sich für eine Zinserhöhung aus. Quelle: AP

DüsseldorfDer neue Fed-Chef hat den Märkten erste Signale für eine Zinserhöhung gegeben: Jerome Powell sagte, die US-Notenbank könne die Zinsen langsam erhöhen, da die Aussichten für das Wachstum weiterhin starken seien und die jüngsten Volatilitäten an den Märkten die US-Wirtschaft nicht belasten dürften.

„Der Gegenwind, mit dem die US-Wirtschaft in den vergangenen Jahren konfrontiert war, hat sich in Rückenwind verwandelt“, sagte Powell am Dienstag. Zudem würden die Steuerpolitik und die Nachfrage nach US-Exporten aus dem Ausland für eine Zinserhöhung sprechen.

Powell hat den Vorsitz der US-Notenbank in einer Zeit übernommen, in der in der größten Volkswirtschaft der Welt aller Voraussicht nach die Wirtschaft wachsen, die Inflation steigen und die Arbeitslosigkeit sinken wird – gute Voraussetzungen also für eine Zinserhöhung. Hinzu kommen Steuersenkung und Ausgabenerhöhungen, die von den republikanischen Abgeordneten vereinbart und von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet wurden.

Während seines ersten öffentlichen Auftritts als Fed-Chef sagte Powell, dass er eine Geldpolitik verfolgen werde, bei der es nicht zu einer Überhitzung der Wirtschaft komme und eine konstante Inflation von zwei Prozent geschaffen werde.

Die jüngste Korrektur an den Börsen sowie die steigenden Zinsen für US-Staatsanleihen werden das Wachstum nach Ansicht des Notenbankchefs nicht beeinträchtigen. „Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben gut“, sagte Powell. Er wiederholte die im Januar getätigte Aussage des Offenmarktausschusses, dass eine schrittweise Anhebung des Zinses der beste Weg sei, um die Ziele der Zentralbank zu erreichen – und zwar maximale Beschäftigung und Preisstabilität.

Dieser Ausschuss der US-Notenbank betreibt die Geld- und Währungspolitik der Vereinigten Staaten und gilt als wichtigstes Gremium.

Die Fed hat derzeit mit einer zu geringen Inflation zu kämpfen. Der Preisindex der privaten Konsumausgaben liegt momentan nämlich unter dem Ziel von zwei Prozent. „Wir gehen davon aus, dass die Inflation auf der Basis von zwölf Monaten steigen wird und sich mittelfristig um das Ziel von zwei Prozent stabilisieren wird“, sagte Powell.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%