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US-Notenbank Fed Kommt heute die Zinswende?

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Pro - Schon heute höhere Zinsen

„Wir werden noch in diesem Jahr eine Anhebung auf bis zu einen Viertelprozentpunkt sehen", sagte Robert Shiller im Interview mit der WirtschaftsWoche - und betont, dass eine schnelle Zinswende nötig sei: „Wenn wir jetzt nicht die Zinsen anheben, dann werden wir sie nie mehr erhöhen." Die Fed müsse zwar behutsam vorgehen, dieses Feingefühl traut Shiller Janet Yellen aber zu. Und ein neuer, nur leicht erhöhter Leitzins in Höhe von 0,25 oder 0,5 Prozent dürfe die Märkte nicht in Aufruhr bringen.

Auch der Präsident der Fed aus St. Louis hält die Zinswende für angemessen. Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten würden den Ausblick für die US-Wirtschaft nicht so radikal ändern, dass der geldpolitische Pfad überarbeitet werden müsste, sagte James Bullard der Agentur Reuters. „Meine Präferenz wäre, und die Strategie gibt es, eher schneller vorzugehen, aber dann schrittweise.“

Martin Feldstein, Wirtschaftsprofessor an der Universität Harvard, argumentierte schon im Mai in der WirtschaftsWoche entschieden für eine Erhöhung der Zinsen im September. „Die amerikanische Geldpolitik kann die Zinswende nicht endlos hinauszögern. Meine Vermutung ist: Die Fed wird im September damit beginnen, die Zinsen zu erhöhen. In diesem Fall sollte sie den realen Zinssatz auf Tagesgelder relativ schnell auf zwei Prozent hochschrauben. Und bis 2017 werden wir dann wahrscheinlich die Drei-Prozent-Marke erreichen - und damit ein Stück Normalität." In einem Interview mit dem Fernsehsender Bloomberg wiederholte er im August diese Einschätzung: „Ich sehe keinen ökonomischen Grund dafür, dass sie sich nicht bewegen.“

Michael Mewes, Anleiheexperte von JP Morgan freut sich ebenfalls auf höhere Zinsen am US-Anleihemarkt. „Wir rechnen mit einer aggressiven Fed, die die Zinsen im September und Dezember um je ein Viertel-Prozent anheben und dann 2016 weitere Zinsschritte folgen lassen wird", sagte er der WirtschaftsWoche in einem Interview.

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