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US-Sanktionen Opec will sich nicht gegen sein Mitglied Iran ausspielen lassen

Die Opec will weiter an Absprachen über begrenzte Fördermengen festhalten. Die Ölpreise könnten dann durch die angekündigten US-Sanktionen gegen Öl aus dem Iran noch weiter steigen.

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Dank der Absprache zwischen der Opec und anderen Ölfördertstaaten haben sich die Ölpreise seit Januar 2016 mehr als verdoppelt. Quelle: AP

Fudschaira Die Organisation erdölexportierender Länder will auch angesichts von US-Sanktionen gegen den Iran an Fördergrenzen festhalten. Eine Absprache zwischen der Opec und anderen Ölförderstaaten über eine begrenzte Fördermenge solle dauerhaft festgeschrieben werden, sagte Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo am Dienstag.

Dank der Absprache haben sich die Ölpreise seit Januar 2016 mehr als verdoppelt. Sie könnten noch weiter steigen, wenn die von den USA für November angekündigten Sanktionen gegen Öl aus dem Iran in Kraft treten. Angesichts gestiegener Benzinpreise in den USA hat Präsident Donald Trump Saudi-Arabien und Russland gedrängt, mehr Öl zu fördern, nicht zuletzt weil im November Kongresswahlen anstehen. Der Iran erklärte, Saudi-Arabien und Russland hätten kein Interesse an niedrigeren Ölpreisen. Trumps Politik erlaube es ihnen, die Ölmärkte quasi als Geiseln zu nehmen.

Barkindo ließ nicht erkennen, wie die Opec mit der Situation umgehen könnte, betonte aber, die Mitglieder müssten zusammenhalten. „Iran ist nicht nur ein Opec-Gründungsmitglied, sondern er ist auch ein wichtiges Mitglied“, sagte er. „Wir haben keine Wahl, als weiter mit allen Seiten zusammenzuarbeiten.“

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