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USA Verkauf von Chicagoer Börse an Chinesen untersagt

US-Börse wird doch nicht an chinesische Investoren verkauft. Quelle: dpa

Der Verkauf der Chicago Stock Exchange an eine chinesische Investorengruppe kommt nicht zum Abschluss. Die US-Börsenaufsicht legte ihr Veto ein.

Die US-Behörden lassen den Verkauf der Börse Chicago Stock Exchange (CHX) an eine von Chinesen geführte Investorengruppe platzen. Die Börsenaufsicht (SEC) legten am Donnerstag ihr Veto ein, nachdem sie vor einem halben Jahr dem Geschäft zunächst zugestimmt hatte. Es sei unklar, wer genau den Deal finanziere und wer konkret hinter dem Konsortium stecke, hieß es nun. Die CHX habe zudem wichtige Informationen nicht geliefert und beispielsweise keinen Einblick in die Bücher der interessierten Käufer gewähren können.

Der seit zwei Jahren währende Hickhack um den Verkauf der in privatem Besitz befindlichen CHX spielte auch im Präsidentschaftswahlkampf eine Rolle: Der spätere Sieger Donald Trump nannte den Deal zweimal als Beispiel dafür, wie Arbeitsplätze und Vermögen aus den USA ins Ausland abwanderten. Der von ihm ernannte SEC-Chef Jay Clayton ordnete Mitte 2017 eine Untersuchung des zunächst genehmigten Deals an, die nun in ein Verkaufsverbot mündete.

US-Abgeordnete von Trumps Republikanern und den oppositionellen Demokraten hatten in gemeinsamen Briefen an die SEC den Verkauf zu verhindern versucht. China erhalte damit Zugang zu den US-Finanzmärkten, argumentierten sie. "Das war ein langer Kampf und ich bin dankbar, dass wir jetzt einen Präsidenten haben, der die Bedrohungen für die nationale Sicherheit erkennt, wenn ein mit der chinesischen Regierung verbundenes Unternehmen die Chicago Stock Exchange besitzt", sagte der republikanische Kongressabgeordnete Robert Pittenger. "Wir müssen wachsam bleiben." Die chinesische Führung wolle durch Geschäftsinvestitionen die nationale Sicherheit gefährden.

Die CHX ist ein Nischenanbieter: Gerade einmal 0,5 Prozent des US-Aktionen werden über diesen Marktplatz gehandelt. Die geplante Übernahme wurde im Februar 2016 eingefädelt. 25 Millionen Dollar wollte ein Konsortium bezahlen, dass von der Chongqing Casin Enterprise Group geführt wird, die private Besitzer hat und in Immobilienentwicklung sowie Finanzbeteiligungen investiert.

Die Spannungen zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften hatten sich zuletzt verschärft. Trump verhängte zu Jahresbeginn Strafzölle auf Waschmaschinen und Solaranlagen, worauf China mit Anti-Dumping-Ermittlungen in der Agrarbranche reagierte.

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